Mit etwas Verspätung seitens der Bahn starteten 5 unermüdliche HW2-Wanderer am Samstagmorgen mit dem Zug in Ulm zur Fahrt nach Giengen (Brenz). Dort gings dann nach einem kurzen Gang entlang der Brenz und einem schattigen Aufstieg weiter durch Felder und Wiesen, Schaf- und Wacholderheiden zur Charlottenhöhle bei Hürben. Am HöhlenHaus angekommen legten wir unsere Mittagsrast bei kühlen Getränken ein. Dann machten wir einen kurzen Abstecher ins HöhlenSchauLand, wo anschaulich die Erdzeit- und Höhlengeschichte im Lonetal und Umgebung vermittelt wird. Danach war bei hochsommerlichen Temperaturen ein 10-minütiger steiler Anstieg zur Charlottenhöhle zu bewältigen, bevor wir uns bei der 1-stündigen abwechslungsreichen Führung in der 8 Grad kalten Höhle etwas abkühlen konnten. In der 587 m langen Höhle gibt es viele Tropfsteine zu sehen, z.B. die kleine Robbe, den Abt mit seinen Mönchen, Rettiche und Radieschen und vieles mehr. Der letzte Teil der 13 km langen Tagesetappe führte über die Kaltenburg durch schöne Wälder ins Lonetal und dann über den Diebsteig nach Stetten ob Lontal, wo wir im Lonetalhotel „Zum Mohren“ sehr gut verköstigt wurden und eine ruhige Nacht genossen.
Am Sonntagmorgen starteten wir nach einem tollen Frühstücksbuffet auf die nächste Etappe bis Albeck. Auf dem Weg zum Schlössle Lindenau machte uns Gerhard auf eine Grabendoline im Wald aufmerksam. Auch danach haben wir immer wieder Dolinen gesehen. Über Setzingen führte der Weg dann wieder ins Lonetal, wo die Lone außer im Bereich der Kläranlage gar kein Wasser führte und deshalb das Tal fast immer ein Trockental ist, in dem es auch sehr heiß war. Bei Temperaturen über 30 Grad sind wir von der Route des HW2 ein wenig abgewichen und haben einen schattigen Weg im Wald bevorzugt, wo wir auch ein Plätzchen für unsere Mittagsrast gefunden haben. Frisch gestärkt ging es dann auf die letzten Kilometer der 18,5 km langen Etappe vorbei an einer ehemaligen Römersiedlung (von der leider nichts mehr zu sehen ist) über Osterstetten nach Albeck. Am Etappenziel bei der Kirche in Albeck haben wir unsere heißgelaufenen Füße im kalten Brunnen gekühlt und sind dann mit dem Bus pünktlich um 15.21 Uhr nach Ulm zurückgefahren. Dort haben wir noch ein Eis als Abschluss genossen und dann den Sonntag zuhause gemütlich ausklingen lassen.
Im nächsten Jahr werden wir weiterwandern auf dem HW2. Vielleicht schaffen wir es vom Start in Donauwörth bis nach Giengen an der Brenz.
Ulrike Müller







