Wanderreise in die Ortenau vom 7. bis 10.05.2026

Am Donnerstag, 7. Mai machten sich 30 Wanderinnen und Wanderer des Schwäbischen Albvereins Blaubeuren auf den Weg in die Ortenau. Zunächst empfing sie der Schwarzwald bei den Wanderungen zum Mummelsee und auf die Hornisgrinde mit Nebel. Die „Nixe“ im Mummelsee war nur schemenhaft zu erkennen. Danach ging es zum Hotel Pflug in Ottenhöfen. Nach dem Abendessen hielt Herr Rolf Konrad, ehemaliger Geografielehrer und aus Ottenhöfen stammend, einen interessanten Vortrag über die Ortenau. Nicht nur die Landschaft und die politische Struktur wurden dargestellt. Besonders gut stellte der Referent die Probleme einer Schwarzwaldgemeinde und die Veränderungen der letzten Jahrzehnte dar.

Bei schönstem Wetter wurde am Freitag von einer Gruppe das Rotweindorf Kappelrodeck auf dem Sagenweg der Hex vom Dasenstein umwandert. Wir kamen auch an der ehemaligen Höhle der ‚Hex‘ vorbei und hatten immer wieder tolle Ausblicke bis ins Rheintal. Die andere Gruppe wanderte auf dem Ortenauer Weinpfad von Oberkirch nach Kappelrodeck. Nachdem man zahlreiche Weinberge durchquert hatte, durfte natürlich die Weinprobe in der Waldulmer Winzergenossenschaft nicht fehlen. Wir genossen einige der guten Weiß- und Rotweine und wurden nebenbei auch anschaulich über den Weinbau in der Ortenau informiert. Nach der Heimkehr klang der Abend mit Singen und Spielen aus.

Am Samstag wanderte die Gruppe auf dem Mühlenweg von Ottenhöfen. Zuvor wurde die interessante Hammerschmiede in Ottenhöfen besichtigt, wo von einem Mitglied des Schwarzwaldvereins  das historische Schmiedhandwerk mit brennender Esse und laufendem Mühlrad erklärt wurde. Insgesamt sieben weitere historische Mühlen lagen auf dem Wanderweg entlang des Achertals. Eine Gruppe absolvierte den mit 14 km kompletten Mühlenweg, die andere wanderte bis Kappelrodeck und fuhr mit der Bahn zurück nach Ottenhöfen. Wenige Wagemutige bewältigten an diesem Tag den Karlsruher Grat. Am Abend informierten uns noch die Wanderführer Wolfgang Spengler und Marianne Söll über das Kloster Allerheiligen, die Wasserfälle und den Nationalpark Schwarzwald. Das Klosterstift der Prämonstratenser bestand von seiner Gründung um ca. 1195 bis 1803. Bei dem Vortrag konnte natürlich die Sage vom Esel, der an dieser Stelle einen Geldsack abgeworfen hatte und damit den Ort für das Kloster bestimmte, nicht fehlen.

Zum Abschluss am Sonntag besuchten die Wanderfreunde die Klosterruine in Allerheiligen und die imposanten Wasserfälle, leider nur in Teilen, da ein Felssturz den Weg durch die Schlucht versperrt hatte. Auf dem Heimweg wurde noch das Nationalparkzentrum am Ruhestein besucht. Einige schauten sich die Dauerausstellung an. Die anderen besuchten das interessante Gebäude mit dem beeindruckenden Skywalk und machten danach noch eine Kaffeepause, natürlich mit Schwarzwälder Kirschtorte.  Auf der Heimfahrt kehrten wir in Feldstetten ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wanderfahrt bedankten sich am Schluss bei den Wanderführern Ulrike Müller, Marianne Söll und Wolfgang Spengler für die gut geplanten Wandertouren und für die schönen Tage in der Ortenau, die alle sehr genossen hatten.

WS

Was die Alb uns erzählt – Die faszinierende Welt im Biosphärengebiet Schwäbische AIb

Das Kinoevent am 22.05. in der Stadthalle Blaubeuren

Die Schwäbische Alb hat endlich ihren eigenen Kinofilm bekommen! Der renommierte Naturfotograf und Filmemacher Dietmar Nill hat mit seinem 90-minütigen Werk „Was die Alb uns erzählt“ ein bewegendes filmisches Denkmal geschaffen. Freuen Sie sich auf spektakuläre Blicke über einzigartige Lebens- und Kulturräume, engagierte Menschen in der UNESCO-Modellregion und die atemberaubende Schönheit der Tier- und Pflanzenwelt vor unserer Haustüre.

Der Schwäbische Albverein und die Stadt Blaubeuren laden am Freitag, 22. Mai um 19 Uhr in die Stadthalle Blaubeuren ein. Der Eintritt ist frei.

lm Anschluss bewirtet die Ortsgruppe Blaubeuren und regionale Naturschutzorganisationen stellen sich vor.

Neugierig geworden? Werfen Sie doch einen Blick auf den Trailer.

Zum Heiligen Berg Oberschwabens

Es ist kühl, neblig, wolkig, aprilig. Dennoch haben sich 17 Wanderlustige mitten in Unlingen eingefunden, um mit ihrer Führerin Tatiana Braun auf den Bussen zu laufen, der auch als Heiliger Berg Oberschwabens gilt. Zahlreiche Wegeschilder unterwegs bezeugen überdeutlich, dass die Wallfahrtskirche St. Johannes Baptist von Pilgern aus allen Himmelsrichtungen angesteuert wird. Schon bald führt der Weg auf einem Waldlehrpfad weiter, gesäumt von Buschwindröschen und anderen Frühlingsblumen auf den 767 Meter hohen Berg, wo erst auf den letzten Metern überraschend das Gotteshaus aus dem Nebel auftaucht. Zwar sind die auf der breiten Panoramatafel markierten Alpengipfel von der Aussichtsterrasse nicht zu sehen, doch die plötzlich aufgerissene Nebelwand gewährt dennoch eine überraschende Sicht auf die umliegende frühlingsgrüne Landschaft.
Wie in vielen Ländern, haben Berge für die Bevölkerung eine kultische Bedeutung. So auch in Oberschwaben der Bussen. Das Wort stammt wahrscheinlich vom Keltischen ab und steht für Penis. Derartige Kultobjekte  seien auf dem Bussen auch ausgegraben worden, berichtet Tatiana. Ein Indiz für Männlichkeit und Fruchtbarkeit aus der Bronzezeit (5. Jh. v. Chr.), als die Kelten vermutlich auf dem Bussen Fruchtbarkeitskulte abhielten. Bis heute suchen Frauen und Paare den Berg auf, wenn sich ihr Kinderwunsch nicht erfüllt, weswegen man in diesen Fällen von Bussakindle spricht, falls sich der Nachwuchs denn einstellt.
Eine weitere Wandergruppe bevölkert die Terrasse, als Tatiana erläutert, dass der heutige Kirchenbau aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts stammt. Der romanische Vorgängerbau war Sankt Leodegar, ab 1432 dem Heiligen Johannes Baptist gewidmet, aber auch der Muttergottes. Das Kloster Reichenau, das das Patronat 1693 übernahm, hat den Bussen als Wallfahrtsort ausgebaut. Die Wallfahrer schauen sich aus alter Tradition vor allem die Gemälde der Heiligen und das Abbild der schmerzhaften Muttergottes an. Nicht zu vergessen, vom Bussen bis nach Riedlingen  schlängelt sich ein Schöpfungsweg. Die Stille im Kircheninneren wurde mit einem gesummten „Laudato …“ einiger der Albvereinswanderinnen stimmungsvoll mit Klängen erfüllt.
Verspricht der Blick von der Kirchenterrasse schon ein gigantisches Panorama, so steigert sich der Rundumblick noch für diejenigen, die auf den Turm der naheliegenden, ehemaligen Burg steigen (von Mai bis Oktober von 8 bis 20 Uhr geöffnet). Die weiteren Sehperlen sind der Federsee und bei guter Sicht sogar der Bodensee und natürlich die Alpen. Obwohl erst April, war der Zugang zur Turm-Aussichtsterrasse bereits offen. Ritter, Grafen und Truchsesse wechselten sich als Besitzer der Burg im Laufe der Jahrhunderte ab, im Dreißigjährigen wurde sie zerstört, heute gehört der Berg dem Landkreis Biberach.
Als optimaler Ort für ein Gruppenfoto erwies sich die Turmtreppe, bevor die Gruppe wieder nach Unlingen bergab wanderte und sich im Gasthaus Sonne zur Einkehr einfand: in einer warmen Stube und mit gastfreundlicher Bedienung.
HK

Neue Bank lädt zum Verweilen ein

Rechtzeitig zum Saisonbeginn am 1.Mai konnte unsere neue Bank für die Sotzenhauser Heide fertiggestellt werden. Sie ersetzt ihre in die Jahre gekommene Vorgängerin und befindet sich in unmittelbarer Nähe zur ebenfalls neuen Infotafel.

Unsere Ortsgruppe bedankt sich ganz herzlich bei unserem Förster Ferdinand Menholz und seinen Waldarbeitern für die Anfertigung dieses besonderen Schmuckstücks. Mitarbeiter des städtischen Bauhofes haben die neue Bank angeliefert, vor Ort aufgestellt und die alte Bank abgebaut. Auch hierfür ein herzliches Dankeschön an Bauhofleiter Lukas Pfeiffer und Grüntruppleiter Jürgen Kuhn, der die Neubeschaffung freundlicherweise in die Wege geleitet hat.

Allen Besuchern der Sotzenhauser Heide wünschen wir viel Freude an und auf der neuen Bank.

Durch Feld, Wald und Flur

Blühende Schlehen, Vogelkirsche, Weißdorn und Holunder begleiteten die 18 Wanderer am Mittwoch, 22. April auf ihrer Rundwanderung vom Parkplatz Pfronstetten. Wanderführer Anton Rommel führte uns durch seine alte Heimatgegend bei Ingstetten. Zunächst ging es in das schattige Bärental, um danach auf schmalen Pfaden entlang des Schmiechtals auf die sonnigen Gundershofer Felder zu gelangen, die nicht im Tal, sondern oben auf der Alb sind. Dort war die wechselvolle Geschichte der Herrschaft von Justingen ein Thema. Sogar Ingstetten hatte früher einen Ortsadel, der aber im 14. Jahrhundert aus den Überlieferungen verschwand.  Die Wanderer erfuhren auch etwas über die Zeit, als die katholischen Kirchgänger sonntags von Ingstetten nach Gundershofen ins Schmiechtal wandern mussten, weil es in Ingstetten keine katholische Kirche gab. Außerdem erhielten wir Einblicke in die Wasserversorgung auf der Alb, als das Wasser mit Pferdefuhrwerken von Hütten auf die Alb transportiert und dort teuer verkauft wurde. Manche der Pfade und auch die Schneisen der Wasserleitungen sind heute nur von Eingeweihten zu erkennen. Nach dieser herrlichen Frühjahrswanderung ließen sich die Wanderer im Café den Kuchen und Kaffee schmecken.

RR, WS

Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Blaubeuren

Der Albverein Blaubeuren mit seinem neuen Team-Vorstand hat bei seiner Mitgliederversammlung ein ereignisreiches Jahr Revue passieren lassen.

Mit aktuell 225 Mitgliedern zeigt sich der Verein als lebendige Gemeinschaft für Wandern, Naturschutz, Kultur- und Heimatpflege.

Teamsprecher und Vereinsorganisator, Dr. Rainer Wetzler, übernahm die Moderation des Abends. Er dankte für die vielen ehrenamtlichen Stunden, die von Mitgliedern für den Verein geleistet wurden.

Das Wanderjahr 2025 war geprägt von einem abwechslungsreichen Programm mit insgesamt 28 Wander- und Freizeitaktivitäten. Insgesamt nahmen 461 Personen an den Veranstaltungen teil und legten gemeinsam 270 Wanderkilometer zurück.

Ulrike Müller, Vorstand Wandern und Kultur, und ihr Mann, absolvierten erfolgreich  die Wanderführerausbildung des SAV. Zudem gibt es mit Christa Loser jetzt auch  eine ausgebildete Radwanderführerin.  Eine Arbeitsgruppe will mit neuen Angeboten wie z.B. Sonnenaufgangswanderung, Waldbaden und Feierabendwanderungen für Berufstätige gezielt jüngere Menschen ansprechen. Feierabendwanderungen werden ab Mai angeboten. Am 3. Oktober soll es einen Schnupper-Tag auf der Weidacher Hütte geben.

Der Vorstand für Naturschutz und Wege, Dr. Wolfgang Wohnhas, berichtete über die Pflegemaßnahmen am Naturdenkmal „Sotzenhauser Heide“ und im Naturschutzgebiet „Untere Hellebarten“. Höhepunkt war die Einweihung einer aktualisierten  Infotafel auf der Sotzenhauser Heide. Auch der Schutz des Roten Apollofalters am Bahndamm Gerhausen bleibt ein zentrales Anliegen. Insgesamt wurden im Naturschutz 340 Arbeitsstunden von freiwilligen Helfern erbracht.  Ausdrücklicher Dank ging an die sechs Wegewarte, die insgesamt 45 km Wanderwege betreuen. Daniel Buck erläuterte die Maßnahmen für die bevorstehende Verlegung des Böttinger Wegles auf die Trasse der ehemaligen Zementwerksbahn.

Frau Dr. Gerburg Buck, Vorstand für Familie, Vereinsräume und Weidacher Hütte, hob die rege Nutzung des Babette-Gundlach-Hauses für Versammlungen, Spiele, Singen sowie Stammtisch hervor. Im Sommerferienprogramm der Stadt konnte  eine ganztägige Wanderung für Kinder und Jugendliche zur Wimsener Höhle durchgeführt werden. Die bewährten Frauenteams bewirteten an zwei Wochenenden und zwei Feiertagen die Gäste auf der Weidacher Hütte.

Für langjährige Mitgliedschaft im Schwäbischen Albverein wurden  geehrt:

25 Jahre: Werner Rall, Heidi und Reinhold Kley, 40 Jahre: Ingrid Müllhofer, 50 Jahre: Dagmar Seibl, 60 Jahre: Elisabeth Käppeler, Eberhard Seiffert, 80 Jahre: Berti Prox.

Das Highlight im Mai 2026: Im Zusammenhang mit dem Beitritt der Stadt Blaubeuren zum Biosphärengebiet zeigen Albverein und Stadt am 22. Mai 2026 den schönen Naturfilm „Was die Alb uns erzählt“ in der Stadthalle. Eintritt ist frei.

Der Vorstand dankt allen Mitgliedern und Unterstützern für ihren Einsatz und freut sich auf ein weiteres aktives Jahr.

SK

Ziegenhof bei Gundershofen

Ein richtig schöner Frühlingstag war es bei der letzten Frauenwanderung mit Start in Hütten. Zunächst wurden die 29 Wanderinnen in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine kleinere Gruppe machte sich im Tal, mit Aussicht auf die Biberbauten an der Schmiech, auf den Weg nach Gundershofen. Die größere Fraktion musste zunächst einen steilen Anstieg bis zu einem schmalen Waldpfad bewältigen und konnte dann einen herrlichen Blick ins Schmiechtal genießen. In Gundershofen wurden die Frauen von Cindy Diesch begrüßt. Dazu stellte sich die gute Frau kurzerhand auf ihren Melkschemel und erzählte heitere Geschichten über ihre Ziegen: die „Chefin“ im Stall, die als einzige einen Bart trägt – die Ausreißerin, die den Bock suchte, um vor ihm mit dem Schwanz zu wedeln – die Rangordnung unter den Ziegen – den Tagesablauf mit den Tieren – uvm. Die jüngsten Zicklein wurden dann aus dem Stall geholt und konnten gestreichelt werden. Am Schwein Jaqueline vorbei zog es die Gruppe dann in den Seifenladen, wo viele Frauen sich von dem Duft verführen ließen und kräftig einkauften.

Im Tal ging es dann zurück nach Hütten, wo der Nachmittag im „Bären“ bei einem deftigen Vesper ausklang. Ein wunderbarer Ausflug – vielen Dank liebe Lore.

SK

Aktion Kiefernfällung auf der Sotzenhauser Heide

Nach dem Abtransport zweier großer Reisighaufen durch den Bauhof der Stadt und den restlichen Aufräumarbeiten konnte die Aktion Ende März erfolgreich abgeschlossen werden.

Hier einige Kurzinformationen zur Aktion:

  • Ende Januar professionelle und fachgerechte Fällung von 4 hohen Kiefern durch Baumkletterer Jonas Autenrieth und seinen Vater Günther.
  • Ziele der Aktion:
    1. Zurückdrängen des Waldrandes durch gruppenweise Entnahme hochgewachsener Bäume
    2. geringere Beschattung im oberen Hangbereich der Heide
    3. Förderung licht- und wärmeliebender seltener Pflanzen z.B. Küchenschellen, Orchideen
  • Die Aktion war eine Pflegemaßnahme und wird vom Naturschutz finanziell gefördert.
  • Abstimmung der Maßnahme vorab mit der Naturschutzbehörde, der Stadt und dem Forst.
  • Die Stadt ist Grundstückseigentümer und hat das anfallende Holz dem Albverein überlassen.
  • Bis dato konnte wegen geringem Interesse nur ein Teil des Holzes aufgearbeitet werden.
  • Das Restholz soll im Herbst an interessierte Albvereinsmitglieder abgegeben werden.

 

Herzlichen Dank an alle an der Aktion Beteiligten und alle fleißigen Helfer!!
Allen Vereinsmitgliedern viel Freude auf unserem neuen Picknickplatz!!

WOWO

Wanderung im Lonetal

Die Frauengruppe wird immer noch größer! Es waren 23 Frauen, die sich bei herrlichstem Wetter mit Fahrgemeinschaften nach Lindenau aufmachten, um im Lonetal zu wandern.

Zunächst ging‘s mit dem PKW zum „Schlössle Lindenau“. Die historische Ausflugsgaststätte blickt auf eine lange Geschichte als ehemaliger Klosterhof zurück. Erstmals erwähnt wurde Lindenau 1274 als Pfarrdorf. 1299 soll der Ort verwüstet und verlassen gewesen sein. Erst 1460 ließ das Kloster Kaisheim wieder einen Mönchshof errichten, die Felder bebauen und die Kirche reparieren. In der Folgezeit wurde alles mehrfach geplündert. Anfang des 18. Jhts. Wurde Lindenau wieder neu besiedelt. Aber bereits 5 Jahre später war es aus mit der Klosterherrlichkeit. 1833 wurde der Besitz an einen Bauer verkauft. Heute gilt Lindenau mit den schönen Barockgiebeln zu den ältesten Gasthöfen.

Von dort aus ging es ins Lonetal hinab zum Hohlenstein, einer Felsengruppe, in der sich 3 Höhlen befinden. Im „Hohlenstein-Stadel“ wurde die berühmte, rund 40.000 Jahre alte Figur „Der Löwenmensch“ gefunden, die heute im Ulmer Museum zu besichtigen ist. In der Bärenhöhle rechts daneben hat man etwa 100 Bärenschädel und zahlreiche Bärenknochen gefunden.

Weiter an der Lone entlang wanderten die Frauen bis zum Mammut-Klettergerüst. Begeisterungsstürme lösten immer wieder die zahlreichen Leberblümchen, Märzenbecher, Lärchensporn und Gelbsterne bei den Frauen aus.

Auf der anderen Seite der ausgetrockneten Lone ging‘s retour Richtung Bocksteinhöhle. Hier musste erst einmal ein steiler Anstieg bewältigt werden, der aber gut mit Treppen ausgebaut war. Bei mehreren Grabungen in der Bocksteinhöhle wurden zwischen 1873 und 1956 Werkzeuge aus der Steinzeit gefunden. Die Skelette einer Frau und eines Säuglings, die man dort gefunden hat, werden auf etwa 6200 vor Chr. datiert. Andere Funde gehen auf 50.000 – 70.000 v. Chr. zurück. Damit gilt die Bocksteinhöhle als eines der ältesten Besiedlungen in Süddeutschland. Seit 2017 gehören die Höhlen zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Den Abschluss fand die wunderbare Wanderung natürlich im „Schlössle Lindenau“. Für manche gab es noch Kaffee und Kuchen und für die meisten etwas Deftiges, da es bereits recht spät war. Ein wunderschöner Nachmittag – Danke den Wanderführerinnen!

SK

Frühlingswald und Jungviehweide – vom Riedental nach Sotzenhausen

Bei wolkenlosem Himmel begaben sich 27 ! Wanderer, darunter 13 Gäste auf die Suche nach den ersten Märzenbechern. Start war am Parkplatz des Schäferhundevereins im Riedental. Am Nägelesfelsen grüßten schon die ersten grün-weißen Teppiche am Waldboden. Auf dem Weiterweg nach Sotzenhausen waren die Hänge dicht bestückt mit den Frühlingsboten und  schöne Kelchbecherlinge leuchteten rot am Boden.

Beim Quellbiotop vor Sotzenhausen wurde der Brunnentrog der ehemaligen Jungviehweide des Blaubeurer Fleckviehzuchtverbandes besichtigt. Die Weidefläche selbst ist inzwischen dem Gesteinsabbau des Steinbruches Vohenbronnen zum Opfer gefallen. Wanderführerin Gerburg Buck gab einen kleinen Abriss der 40jährigen Geschichte dieser Gemeinschaftsweide für Jungrinder und Fohlen.

Die Wohnsiedlung Sotzenhausen ist über 1250 Jahre alt und damit eine der ältesten Siedlungen, und auch die kleinste im Alb-Donau-Kreis.

Danach konnten die Wanderer über den Steinbruch hinweg nach Süden in die Ferne schauen bis zum Liebherr Kranenwerk. Der Bussen blieb leider im Dunst verborgen. Auf angenehmem Waldweg ging es über den Hilzberg zurück zum Parkplatz. Danach kehrte die fröhliche Wandergesellschaft in Pappelau in der Sonne zu Kaffee, Kuchen und Vesper ein.

GB