Durch Feld, Wald und Flur

Blühende Schlehen, Vogelkirsche, Weißdorn und Holunder begleiteten die 18 Wanderer am Mittwoch, 22. April auf ihrer Rundwanderung vom Parkplatz Pfronstetten. Wanderführer Anton Rommel führte uns durch seine alte Heimatgegend bei Ingstetten. Zunächst ging es in das schattige Bärental, um danach auf schmalen Pfaden entlang des Schmiechtals auf die sonnigen Gundershofer Felder zu gelangen, die nicht im Tal, sondern oben auf der Alb sind. Dort war die wechselvolle Geschichte der Herrschaft von Justingen ein Thema. Sogar Ingstetten hatte früher einen Ortsadel, der aber im 14. Jahrhundert aus den Überlieferungen verschwand.  Die Wanderer erfuhren auch etwas über die Zeit, als die katholischen Kirchgänger sonntags von Ingstetten nach Gundershofen ins Schmiechtal wandern mussten, weil es in Ingstetten keine katholische Kirche gab. Außerdem erhielten wir Einblicke in die Wasserversorgung auf der Alb, als das Wasser mit Pferdefuhrwerken von Hütten auf die Alb transportiert und dort teuer verkauft wurde. Manche der Pfade und auch die Schneisen der Wasserleitungen sind heute nur von Eingeweihten zu erkennen. Nach dieser herrlichen Frühjahrswanderung ließen sich die Wanderer im Café den Kuchen und Kaffee schmecken.

RR, WS

Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Blaubeuren

Der Albverein Blaubeuren mit seinem neuen Team-Vorstand hat bei seiner Mitgliederversammlung ein ereignisreiches Jahr Revue passieren lassen.

Mit aktuell 225 Mitgliedern zeigt sich der Verein als lebendige Gemeinschaft für Wandern, Naturschutz, Kultur- und Heimatpflege.

Teamsprecher und Vereinsorganisator, Dr. Rainer Wetzler, übernahm die Moderation des Abends. Er dankte für die vielen ehrenamtlichen Stunden, die von Mitgliedern für den Verein geleistet wurden.

Das Wanderjahr 2025 war geprägt von einem abwechslungsreichen Programm mit insgesamt 28 Wander- und Freizeitaktivitäten. Insgesamt nahmen 461 Personen an den Veranstaltungen teil und legten gemeinsam 270 Wanderkilometer zurück.

Ulrike Müller, Vorstand Wandern und Kultur, und ihr Mann, absolvierten erfolgreich  die Wanderführerausbildung des SAV. Zudem gibt es mit Christa Loser jetzt auch  eine ausgebildete Radwanderführerin.  Eine Arbeitsgruppe will mit neuen Angeboten wie z.B. Sonnenaufgangswanderung, Waldbaden und Feierabendwanderungen für Berufstätige gezielt jüngere Menschen ansprechen. Feierabendwanderungen werden ab Mai angeboten. Am 3. Oktober soll es einen Schnupper-Tag auf der Weidacher Hütte geben.

Der Vorstand für Naturschutz und Wege, Dr. Wolfgang Wohnhas, berichtete über die Pflegemaßnahmen am Naturdenkmal „Sotzenhauser Heide“ und im Naturschutzgebiet „Untere Hellebarten“. Höhepunkt war die Einweihung einer aktualisierten  Infotafel auf der Sotzenhauser Heide. Auch der Schutz des Roten Apollofalters am Bahndamm Gerhausen bleibt ein zentrales Anliegen. Insgesamt wurden im Naturschutz 340 Arbeitsstunden von freiwilligen Helfern erbracht.  Ausdrücklicher Dank ging an die sechs Wegewarte, die insgesamt 45 km Wanderwege betreuen. Daniel Buck erläuterte die Maßnahmen für die bevorstehende Verlegung des Böttinger Wegles auf die Trasse der ehemaligen Zementwerksbahn.

Frau Dr. Gerburg Buck, Vorstand für Familie, Vereinsräume und Weidacher Hütte, hob die rege Nutzung des Babette-Gundlach-Hauses für Versammlungen, Spiele, Singen sowie Stammtisch hervor. Im Sommerferienprogramm der Stadt konnte  eine ganztägige Wanderung für Kinder und Jugendliche zur Wimsener Höhle durchgeführt werden. Die bewährten Frauenteams bewirteten an zwei Wochenenden und zwei Feiertagen die Gäste auf der Weidacher Hütte.

Für langjährige Mitgliedschaft im Schwäbischen Albverein wurden  geehrt:

25 Jahre: Werner Rall, Heidi und Reinhold Kley, 40 Jahre: Ingrid Müllhofer, 50 Jahre: Dagmar Seibl, 60 Jahre: Elisabeth Käppeler, Eberhard Seiffert, 80 Jahre: Berti Prox.

Das Highlight im Mai 2026: Im Zusammenhang mit dem Beitritt der Stadt Blaubeuren zum Biosphärengebiet zeigen Albverein und Stadt am 22. Mai 2026 den schönen Naturfilm „Was die Alb uns erzählt“ in der Stadthalle. Eintritt ist frei.

Der Vorstand dankt allen Mitgliedern und Unterstützern für ihren Einsatz und freut sich auf ein weiteres aktives Jahr.

SK

Ziegenhof bei Gundershofen

Ein richtig schöner Frühlingstag war es bei der letzten Frauenwanderung mit Start in Hütten. Zunächst wurden die 29 Wanderinnen in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine kleinere Gruppe machte sich im Tal, mit Aussicht auf die Biberbauten an der Schmiech, auf den Weg nach Gundershofen. Die größere Fraktion musste zunächst einen steilen Anstieg bis zu einem schmalen Waldpfad bewältigen und konnte dann einen herrlichen Blick ins Schmiechtal genießen. In Gundershofen wurden die Frauen von Cindy Diesch begrüßt. Dazu stellte sich die gute Frau kurzerhand auf ihren Melkschemel und erzählte heitere Geschichten über ihre Ziegen: die „Chefin“ im Stall, die als einzige einen Bart trägt – die Ausreißerin, die den Bock suchte, um vor ihm mit dem Schwanz zu wedeln – die Rangordnung unter den Ziegen – den Tagesablauf mit den Tieren – uvm. Die jüngsten Zicklein wurden dann aus dem Stall geholt und konnten gestreichelt werden. Am Schwein Jaqueline vorbei zog es die Gruppe dann in den Seifenladen, wo viele Frauen sich von dem Duft verführen ließen und kräftig einkauften.

Im Tal ging es dann zurück nach Hütten, wo der Nachmittag im „Bären“ bei einem deftigen Vesper ausklang. Ein wunderbarer Ausflug – vielen Dank liebe Lore.

SK

Aktion Kiefernfällung auf der Sotzenhauser Heide

Nach dem Abtransport zweier großer Reisighaufen durch den Bauhof der Stadt und den restlichen Aufräumarbeiten konnte die Aktion Ende März erfolgreich abgeschlossen werden.

Hier einige Kurzinformationen zur Aktion:

  • Ende Januar professionelle und fachgerechte Fällung von 4 hohen Kiefern durch Baumkletterer Jonas Autenrieth und seinen Vater Günther.
  • Ziele der Aktion:
    1. Zurückdrängen des Waldrandes durch gruppenweise Entnahme hochgewachsener Bäume
    2. geringere Beschattung im oberen Hangbereich der Heide
    3. Förderung licht- und wärmeliebender seltener Pflanzen z.B. Küchenschellen, Orchideen
  • Die Aktion war eine Pflegemaßnahme und wird vom Naturschutz finanziell gefördert.
  • Abstimmung der Maßnahme vorab mit der Naturschutzbehörde, der Stadt und dem Forst.
  • Die Stadt ist Grundstückseigentümer und hat das anfallende Holz dem Albverein überlassen.
  • Bis dato konnte wegen geringem Interesse nur ein Teil des Holzes aufgearbeitet werden.
  • Das Restholz soll im Herbst an interessierte Albvereinsmitglieder abgegeben werden.

 

Herzlichen Dank an alle an der Aktion Beteiligten und alle fleißigen Helfer!!
Allen Vereinsmitgliedern viel Freude auf unserem neuen Picknickplatz!!

WOWO