Trotz Kürzungen wieder die Sotzenhauser Heide gepflegt
Jeden Herbst wird die Sotzenhauser Heide von der Ortsgruppe Blaubeuren des Schwäbischen Albvereins gepflegt – seit 45 Jahren. So auch dieses Jahr. Allerdings mit weniger Personen und weniger Arbeitsstunden als sonst. Denn es gibt vom Land weniger Geld. „50 Prozent der beantragten Fördermittel sind gestrichen worden“, beklagt Naturschutzwart Dr. Wolfgang Wohnhas. Der Albverein hat dennoch alle notwendigen Arbeiten erledigt. 13 Helferinnen und Helfer haben am 17. Oktober und in den Tagen davor Gehölze gepflegt, Baum-Triebe entfernt und verfilzte Flächen in einem Graben gemäht. Auch die Heidefläche wurde gemäht. Schulklassen, die in den vergangenen Jahren durch ihre Arbeit Geld fürs Schullandheim erwirtschaften konnten, waren aufgrund der Kürzungen diesmal nicht dabei. Auf der Heide waren durch die Trockenheit kaum Blütenpflanzen zu sehen, Wolfgang Wohnhas entdeckte nur wenige Blüten des Deutschen Enzians und der Silberdistel. Schon im Frühjahr hätten weniger Orchideen geblüht, berichtet der Biologe. Er hofft, dass das nächste Jahr nicht so trocken wird und die Zuschüsse wieder fließen. Zum Abschluss des Landschaftspflegetags waren alle Helferinnen und Helfer zum Lamm-Essen in die Sonne in Pappelau eingeladen.
Archiv für das Jahr: 2026
Wurmlinger Kapelle und Hirschauer Berg
15.Oktober 2026
Ein perfekt funktionierender ÖPNV brachte 9 Frauen nach Wurmlingen an den Start der Tour. Leider hatten wir da bereits einen Schwund von 2 Teilnehmerinnen zu verzeichnen, die den Merklinger Bahnhof nicht rechtzeitig gefunden haben.
Bei prächtigem Herbstwetter und angenehmen Temperaturen war der Aufstieg zur Wurmlinger Kapelle über den Kreuzweg bald geschafft.
Oben bot sich ein weiter Ausblick nach Süden über das Neckartal und den Waldrücken des Rammert bis zur blauen Mauer der Alb. Im Dunst war der Hohenzollern zu sehen, der Plettenberg ganz in der Ferne, der Dreifürstenstein, Farrenberg und Schönberg.
Nach Norden wurde die weite Ebene des Ammertals begrenzt vom Stufenrand des Schönbuchs, mit der vorgelagerten Ortschaft Unterjesingen und Schloß Roseck auf der Höhe.
Die Wurmlinger Kapelle steht mit Sicherheit auf schon vorgeschichtlich besiedeltem Platz, möglicherweise einem keltischen Opferplatz. Sie ist erstaunlich groß für den ehemals kleinen Ort Wurmlingen, dessen einzige Kirche – mit Kirchhof für die Bestattungen – sie lange Zeit war. Der älteste Bauteil ist die romanische Krypta.
Auf schattigem Waldweg, vorbei an Tafeln mit Uhland -Gedichten und Liedern ging es flott über den Spitzberg Richtung Tübingen zum Bismarckturm. Der wuchtige Turm ist einer von vielen in ganz Deutschland. Er entstand in der Zeit nach der Entlassung des Reichskanzlers Otto von Bismarck 1890 und seinem Tod 1898, als eine beispiellose Bismarckverehrung einsetzte. National gesinnte Burschenschaften und das national gesinnte bürgerliche Lager griff die Idee der Turm-Denkmäler auf, auf deren Spitze Feuerschalen angebracht werden sollten. Im Nationalsozialismus beendete der neue Führerkult bald die Bismarckverehrung.
Den Weg hinunter in die Stadt verkürzten wir uns zum Teil mit dem Stadtbus. Während der Einkehr auf der Terrasse des Gasthof Neckarmüller bot sich Gelegenheit, den Stocherkähnen zuzusehen.
„Der Weg ist das Ziel“: Sonntagswanderung durch ein typisches Trockental
Sonntag, 4. Oktober 2026
Vielleicht hat die eher kurze Wanderstrecke von 9 km oder einfach das Wanderziel eine doch große Gruppe von 21 WandererInnen und Wanderern gelockt, mitzukommen ins Vögeles- und Oberes Lontal.
Start war der Wanderparkplatz im Vögelestal, ein Naturschutzgebiet bei Türkheim. Wir tauchten ein in die vielfältige Lebensgemeinschaft der Kuppenalb und genossen die abwechslungsreiche Wegführung über sanfte Kuppen, grüne Wiesen, vorbei an Feldgehölzen und über Wacholderheiden.
Welch eine Vielfalt von Früchten wie Weißdorn, Schlehen und Hagebutten haben sich uns geboten! Sie dienen Menschen und Vögeln als Nahrungsquelle.
Allerdings sind doch etliche Vögel, die hier beheimatet sind, bereits in ihr Winterquartier über tausende Kilometer nach Afrika geflogen. Der „Neuntöter“ zum Beispiel: Sein Erkennungszeichen ist die „Räubermaske“. Er spießt seine Beute auf Dornen auf um Vorräte anzulegen oder die „Dorngrasmücke“, ein lebhafter Singvogel, der in dieser offenen Landschaft mit dichten Büschen und Hecken seine Heimat hat.
Den Rotmilan konnten wir jedoch entdecken, weit in den Lüften zog er seine Bahnen auf der Jagd nach Beute und hatte hier nicht der Kolkrabe warnend gerufen oder war es eher ein Sperber? Später, als wir alle mucksmäuschen still waren, konnten wir den Gesang der Tannenmeise deutlich vernehmen.
So führte der Weg weiter, der auch viele Bäume und Sträucher zeigte, die durstig und bizarr in den Himmel ragten. Unvermittelt trafen wir auf dem Rückweg auf alte, auf den ersten Blick einladende, Hütten. Welch ein idyllisches Bild. Beim genaueren Betrachten stelle sich heraus, dass hier einmal Ziegen untergebracht waren.
Am Waldhang, kurz vor dem Parkplatz, haben wir vom „Bunten Eisenhut“ gehört. Leider war er bereits abgemäht. Zum Bestaunen wäre er schön gewesen, aber mehr nicht. Er ist hoch giftig.
Erfüllt von der Farbenpracht des Herbstes, der Ruhe der Täler, dem Vogelgezwitscher und von Erzählungen haben wir uns fröhlich auf den Nachhause Weg verabschiedet.
Marianne Söll
Erlebnispfad Geislinger Steige
Zwölf Wanderer nahmen vom Bahnhof Amstetten aus den Erlebnispfad oberhalb der Geislinger Steige unter die Sohlen. Oben an der Hangkante entlang ging es im Wald leicht auf und ab zum Mühltalfelsen mit Ausblick auf die Bahntrasse und die momentan wegen Umbau gesperrte B10. Weiter führte der Weg zum Abzweig hinunter zum Denkmal für Michael Knoll, den aus Geislingen gebürtigen Erbauers des Bahn-Albaufstiegs. Sechs Mitwanderer wagten den steilen Pfad. Ein Regioexpress in Vorbeifahrt belohnte die „Absteiger“. Danach wurde der Ödenturm angesteuert, und als letztes Etappenziel die Ruine Helfenstein, bevor es hinunter nach Geislingen zur Cafe-Einkehr ging. In der Altstadt war der lustige Elefantenbrunnen zu bestaunen. Bei der unerwartet warmen Tagestemperatur waren alle froh, als wir schließlich im Geislinger Bahnhof in den Zug steigen und bequem die Steige hinauf nach Amstetten zum Parkplatz zurückfahren konnten.
Gerburg Buck
Feierabendwanderung am 04.09.2026
Zu siebt sind wir vom Güterbahnhof Blaubeuren aus losgelaufen Richtung Altental über das Naturschutzgebiet. Wir haben eine kleine Strecke lang nichts gesprochen und haben uns nur auf die Geräusche konzentriert, die wir wahrgenommen haben. Am Güterbahnhof haben wir uns verabschiedet – ein Erlebnis, das nach Fortsetzung ruft.
Vorankündigung:
Die nächste und letzte Feierabendwanderung für dieses Jahr findet am 16.10.2026 statt (Beginn wird um 17:00 Uhr sein).
Ulmer Höhenweg
Nicht nur Rom ist auf sieben Hügeln erbaut. Nein – auch Ulm: Galgenberg, Kuhberg, Roter Berg, Eselsberg, Kienlesberg, Michelsberg und Safranberg. Diese Hügel sind Teil des Ulmer Höhenwegs, der Böfingen mit dem Eselsberg verbindet, und den am letzten Mittwoch 22 Wanderer und Wanderinnen ein Stück weit erkundeten. Los ging es bereits am Vormittag, weil es da noch angenehm kühl war. Vom Science Park II wanderte die Gruppe über den Botanischen Garten bis zur Wilhelmsburg. Der Ausblick war grandios, aber leider etwas dunstig, die Berge durch den Dunst leider nicht mehr zu sehen. Im Botanischen Garten wurde beim Rosengarten eine kleine Rast zum Trinken und Vespern eingelegt. Danach gings zur Wilhelmsburg weiter.
Albert Müller berichtete Geschichtliches über die Bundesfestung, die 1842 ihren Anfang fand. Die Wilhelmsburg Ulm war Teil eines ausgeklügelten Verteidigungssystems, das der Deutsche Bund im 19. Jahrhundert aufbaute. Zur Sicherung des damaligen Bundesgebietes wurden ab 1815 vorhandene Festungen in Mainz, Landau und Luxemburg zu Bundesfestungen ausgebaut, ab 1842 folgten dann die Festungsneubauten in Rastatt und Ulm. Allerdings wurden diese Festungsanlagen nach der Fertigstellung nicht mehr gebraucht, da die Militärtechnik sich inzwischen weiterentwickelt hatte. Die Bundesfestung Ulm ist Deutschlands größtes erhaltenes Festungsensemble. Zwischen 1945 und 1956 diente sie als Notunterkunft für Ulmerinnen und Ulmer sowie für geflüchtete Menschen, danach erneut als Kaserne der Bundeswehr. 1986 ging die Wilhelmsburg als Schenkung vom Bund an die Stadt Ulm über.
Nachdem noch ein Stück auf dem Festungsweg zurückgelegt und der 16 m hohe Turm bestiegen war, kehrte die Wandergruppe im Café ein. Zurück zum Parkplatz ging es dann per Bus. Eine tolle und aussichtsreiche Wanderung mit viel Geschichte – vielen Dank an Anton, Renate und Albert!
Silvia Klingenstein
Alraune Museum muss warten
Das in Presse und Fernsehen gelobte Alraune Museum in Beuron lockte im Zusammenspiel mit Wanderung und Klosterbesuch. So trafen sich 19 gutgelaunte Wanderfrauen pünktlich am Bahnhof, um nach Fahrkartenkauf in Fahrgemeinschaften nach Schelklingen zu fahren, wo der Zug nach Beuron bestiegen werden sollte. Dort allerdings ließ eine Durchsage die Hoffnung auf einen schönen Tag in Beuron platzen. Die Lautsprecherstimme bat den Ausfall aller Züge zu unserem Ziel zu entschuldigen. Das sorgte zunächst für ungläubiges Entsetzen, doch schnell kam der Vorschlag auf, durch eine Kurzwanderung nach Urspring den Tag zu retten. Am Waldrand entlang ging es am kleinen Achtopf vorbei zum Urspringtopf, wo wir uns zum Vesper niederließen. Der Wiesenweg entlang der Ach führte uns nach Schelklingen zurück. In der dortigen Eisdiele entschädigte ein leckeres Schleckeis für entgangenen Beuroner Kunstgenuss. Es war schön, dass sich die Teilnehmerinnen trotz anfänglicher Enttäuschung ihre gute Laune nicht nehmen ließen.
Gerda Fuchs-Holderried
Unsere erste Radtour der Frauengruppe aufs Hochsträß
Mit unserem Spruch zum Tag: Zwei Räder bewegen die Seele, sind wir am Güterbahnhof in Blaubeuren gestartet.
Über Weiler und Sotzenhausen ging es zur ersten Trinkpause an der schönen Heide, weiter nach Pappelau, Erstetten und hinauf zum Erminger Sportplatz, zu unserer nächsten Trinkpause. Leider kein Alpenblick, da im Nebel, trotzdem ein schönes Panorama. Nach unserem lustigen Fotoshooting und noch einigen Höhenmetern sind wir im schön gelegenen Butzental zum Einkehrschwung angekommen. Wir genossen unseren Aufenthalt bei Eiscafé, Kuchen und kalten Getränken. Gut gestärkt radelten wir zu unserem nächsten Stopp am Roten Berg, wo uns Elisabeth Gebhard (Mitglied), die dort aufgewachsen ist und wohnt, bereits erwartete. Sie berichtete, dass am 21. Mai 2024 am Roten Berg in Söflingen im Beisein von Ulms Oberbürgermeister Martin Ansbacher die sieben Stolpersteine für Mitglieder der Sinti-Familie Eckstein verlegt wurden. Diese wurden im Mai 2026 mit Info-Stelen zur Geschichte der dortigen Siedlung erweitert. Sehr ergriffen standen wir vor den sieben Steinen, die liebevoll mit Blumen umpflanzt sind. Um wieder im Hier und Jetzt anzukommen, erzählte Elisabeth nette Anekdoten aus ihrer Kindheit. Über das schöne Blautal radelten wir heimwärts nach Blaubeuren und waren uns einig: Radfahren bedeutet: Freiheit, Bewegen, Spaß und Glück! Danke an die 6 Radelfrauen für 530 Höhenmeter und 42 KM bei 30° C, die prima bewältigt wurden.
Christa Loser
Erlebnis Sonnenfinsternis
Spontan und sehr kurzfristig kündigte Gerburg Buck eine Wanderung zur Sonnenfinsternis am Abend des 12. August an. Ziel war der Machtolsheimer Wasserturm, von dem aus die nahezu totale (88%) Verfinsterung der untergehenden Sonne gut zu beobachten war. 25 Mitglieder, darunter 2 Kinder, und 4 Gäste, nahmen die Gelegenheit wahr und wanderten unter wolkenlosem Himmel vom Parkplatz beim Heidehof hinüber zum Turm, der freundlicherweise für uns geöffnet wurde. Über die Treppen oder per Aufzug wurde der imposante 38 m hohe Turm erklommen und das Rundumpanorama bestaunt.
Sonnenfinsternis-Schutzbrillen waren zwar Mangelware wie überall, aber die vorhandenen Brillen wurden bereitwillig untereinander getauscht, so dass jeder ohne Schaden das Geschehen betrachten konnte. Zufrieden und dankbar für das Erlebnis dieses äußerst seltenen Himmelsereignisses trat die Gruppe in der Abendkühle und Dämmerung den Rückweg an.
Gerburg Buck
Feierabendwanderung 07.08.2026
Zu zehnt sind wir vom Jugendhaus die obere Steige hoch und dann über den Felsensteig wieder runter. Beim Hochlaufen haben wir immer wieder Pause gemacht um die Umgebung mit Blick durch einen „Foto-Rahmen“ besser wahrnehmen zu können. Jeder Teilnehmer hat so, seine eigenen Highlights gleich festhalten können.
Alexandra Gabler


































