2-Tageswanderung auf dem HW2 von Giengen (Brenz) nach Albeck vom 8.-9. August 2026

Mit etwas Verspätung seitens der Bahn starteten 5 unermüdliche HW2-Wanderer am Samstagmorgen mit dem Zug in Ulm zur Fahrt nach Giengen (Brenz). Dort gings dann nach einem kurzen Gang entlang der Brenz und einem schattigen Aufstieg weiter durch Felder und Wiesen, Schaf- und Wacholderheiden zur Charlottenhöhle bei Hürben. Am HöhlenHaus angekommen legten wir unsere Mittagsrast bei kühlen Getränken ein. Dann machten wir einen kurzen Abstecher ins HöhlenSchauLand, wo anschaulich die Erdzeit- und Höhlengeschichte im Lonetal und Umgebung vermittelt wird. Danach war bei hochsommerlichen Temperaturen ein 10-minütiger steiler Anstieg zur Charlottenhöhle zu bewältigen, bevor wir uns bei der 1-stündigen abwechslungsreichen Führung in der 8 Grad kalten Höhle etwas abkühlen konnten. In der 587 m langen Höhle gibt es viele Tropfsteine zu sehen, z.B. die kleine Robbe, den Abt mit seinen Mönchen, Rettiche und Radieschen und vieles mehr. Der letzte Teil der 13 km langen Tagesetappe führte über die Kaltenburg durch schöne Wälder ins Lonetal und dann über den Diebsteig nach Stetten ob Lontal, wo wir im Lonetalhotel „Zum Mohren“ sehr gut verköstigt wurden und eine ruhige Nacht genossen.

Am Sonntagmorgen starteten wir nach einem tollen Frühstücksbuffet auf die nächste Etappe bis Albeck. Auf dem Weg zum Schlössle Lindenau machte uns Gerhard auf eine Grabendoline im Wald aufmerksam. Auch danach haben wir immer wieder Dolinen gesehen. Über Setzingen führte der Weg dann wieder ins Lonetal, wo die Lone außer im Bereich der Kläranlage gar kein Wasser führte und deshalb das Tal fast immer ein Trockental ist, in dem es auch sehr heiß war. Bei Temperaturen über 30 Grad sind wir von der Route des HW2 ein wenig abgewichen und haben einen schattigen Weg im Wald bevorzugt, wo wir auch ein Plätzchen für unsere Mittagsrast gefunden haben. Frisch gestärkt ging es dann auf die letzten Kilometer der 18,5 km langen Etappe  vorbei an einer ehemaligen Römersiedlung (von der leider nichts mehr zu sehen ist) über Osterstetten nach Albeck. Am Etappenziel bei der Kirche in Albeck haben wir unsere heißgelaufenen Füße im kalten Brunnen gekühlt und sind dann mit dem Bus pünktlich um 15.21 Uhr nach Ulm zurückgefahren. Dort haben wir noch ein Eis als Abschluss genossen und dann den Sonntag zuhause gemütlich ausklingen lassen.

Im nächsten Jahr werden wir weiterwandern auf dem HW2. Vielleicht schaffen wir es vom Start in Donauwörth bis nach Giengen an der Brenz.

Ulrike Müller

Wanderung bei Untermarchtal am 22.07.2026

Hoch über der Donaustadt begrüsst die sagenumwobene Wallfahrtskirche auf dem Frauenberg ihre Gäste. Das Schlangenbild im inneren der Kirche berichtet von einer spektakulären Wunderheilung. Ausserdem ist aus dem Jahr 1698 die älteste Darstellung der Donaustadt Munderkingen zu sehen. Die Gartenanlage lädt zum verweilen ein.
Schloss Mochental ist ein Schloss im Renaissancestil. Ursprünglich diente die Barocke Anlage ab 1730 als Sommersitz für die Äbte des Kloster Zwiefalten. Die erste Burg und die Kapelle wurden um das Jahr 1000 von den Grafen von Mochental erbaut
und 1192 an das Kloster übergebe. Nach einem Brand 1730 bis 1733 entstand das heute 3-flüglige Schloss mit 365 Fenstern.
Der Galerist Ewald Karl Schrader hat das Schloss gekauft. Das Schlosstüble und die Ländereien gehören dem Land Baden-Württemberg.
An der Wanderung nahmen 17 Personen teil. Vielen Dank vom Vorstandsteam für die Organisation und Durchführung
Renate und Anton Rommel

Besuch der Landesgartenschau in Ellwangen

Der letzte Ausflug der Frauengruppe führte nach Ellwangen zur Landesgartenschau. Trotz des heißen Wetters fanden sich 12 Frauen, die mit der Bahn anreisten. Zunächst ging‘s zur Blumenausstellung im Kreuzgang der Basilika St. Vitus. Alle Frauen waren überwältigt von dem Einfallsreichtum und der Schönheit der Blumengebinde und -gestecke. Auf dem Weg durch die Innenstadt zum Landesgartenschau-Gelände kehrte bereits die erste Kleingruppe zum Mittagessen ein. Die anderen gelangten über die Fußgängerbrücke zur Gartenschau und vesperten auf dem Gelände aus ihrem Rucksack oder kehrten zu Kaffee und Kuchen ein. Danach begaben sich die Frauen auf Entdeckertour. Der Brückenpark bot viele Sportmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Der Stadtpark lockte mit den herrlichen Blütenrabatten, einem Barfußpfad und einer Kneippanlage. Kinder konnten sich vor allem im Auenpark an den schönen Spielgeräten austoben, während die Erwachsenen sich im „Waldhaus“ angenehm kühlen konnten. An der renaturierten Jagst entlang führte ein Skulpturenpfad, auf der gegenüberliegenden Seite konnte man von einem Strand in die Jagst steigen und das kühle Nass genießen. Beim „Tanzboden“ im Auenwald trommelte der afrikanische Kulturverein und danach konnten die Besucher bei Line-Dance selbst aktiv werden. Der Nachmittag war viel zu kurz, um die vielen Angebote richtig aufnehmen zu können und am Ende waren alle froh, wieder im Zug nach Ulm zu sitzen. Dort hatte es allerdings einen Sturm und Unwetter gegeben, so dass die Frauen noch eine dreiviertel Stunde in Ulm warten mussten, bis ein umgestürzter Baum zwischen Söflingen und Herrlingen von den Schienen geräumt war. Danke liebe Lore für die tolle Organisation und den herrlichen Tag!

Silvia Klingenstein

 



Feierabendwanderung am Freitag, 17.07.2026

Feierabendwanderung – eine wundervolle Einstimmung auf das Wochenende

Zu zehnt sind wir zum Rusenschloss  gewandert. Am ersten Torbogen habe ich die Sage vom Ludmillenstein erzählt und oben auf dem Schloss die Sage vom gottlosen Ritter von Gerhausen und die Liebesgeschichte zwischen der Tochter des Grafen von Helfenstein und dem helfensteinischen Dienstmann Conrad.

Runter sind wir über den oberen Tugendpfad zur Kneippanlage. Gekneippt haben wir nicht, da das Kneippbecken sehr trübe war – Ursache hierfür  waren die Regenfälle vom Donnerstag und Freitag.

Bilder gibt es dieses mal leider keine, hier ist unsere Phantasie gefragt.

Die nächste Feierabendwanderung mache ich am 07.08.26, also erst in 3 Wochen. Beginn der Wanderung wird 19:00 Uhr sein.

Alex Ahm-Gabler

 

Höhlen und Felsen rund um Blaubeuren

Wegen der Hitze starteten 13 Wanderer schon um 9 Uhr zu dieser aussichtsreichen Wanderung. Am Bahnhof Blaubeuren gings los und dann gleich bergauf bis zur Kleinen Grotte, wo wir die Blumenkohlsinterung von einem Höhlenexperten erklärt bekamen. Auf abenteuerlichen Wegen unter den Kletterfelsen herum erreichten wir die Große Grotte, die bis zum 30. Juni jeden Jahres wegen der Brutzeit der Vögel gesperrt ist. Umso größer war die Begeisterung, sie auf unserer Wanderung anzuschauen und die Kletterer bei ihren Übungen zu beobachten. Nun ging es weiter bergauf zum Rusenschloss (auch Ruine Hohengerhausen genannt), wo wir den Rundumblick über den ganzen Talkessel genossen. Ein paar Meter weiter erreichten wir schon den Knoblauchfelsen, dessen Name an den wild wachsenden Knoblauch, der in dieser Landschaft vorkommt, erinnert. Über dem Talkessel wanderten wir weiter vorbei am Flugplatz Sonderbuch, wo wir im Flugplatzstüble unsere leeren Wasserflaschen auffüllen konnten, übers Landsitzle zum Blaufelsen. Dort blickten wir aus der anderen Richtung auf Blaubeuren und erklärten unseren auswärtigen Gästen, die Sehenswürdigkeiten. Dann ging es weiter zu den 3 Silbersandhöhlen, die selbst eingefleischte Blaubeurer noch nicht kannten. Sie liegen etwa 1,5km nordwestlich von Blaubeuren am Südhang oberhalb der B28 Richtung Suppingen. In den Höhlen wurde früher nach Dolomitsand („Silbersand“) gegraben, der zum Fegen verwendet wurde. Die Höhle 1 besitzt einen großen Vorplatz, der vor einem Deckeneinsturz wohl Teil der Höhle war. Die Höhle hat eine 13m lange Halle und dahinter einen 10m hohen Kamin, der bis zur Erdoberfläche führt. Die Höhle ist seit einigen Jahren durch ein Gitter verschlossen. Die Höhlen 2 und 3 sind viel kleiner, man spürt allerdings den Höhlenwind und kann Gänge in die Tiefe erahnen.

Nach diesem krönenden Abschluss wanderten wir auf der unteren Steige zurück nach Blaubeuren, wo wir uns über ein kaltes Getränk und Pizza, Pide oder Salate freuten.

Vielen Dank den tapferen Wanderern zwischen 14 und 83 Jahren, die die Strecke bei dieser Hitze bravourös gemeistert haben. Wir waren eine sehr nette Gruppe mit Gästen aus Ulm und Weiler.

 

Ulrike Müller, 12.07.2026

Wanderung am 14. Juni 2026 zum Kaltentalweiher bei Bad Urach und über den Lauereckfels und den Heidegraben zurück

Bei Bilderbuchwetter sind 21 Wanderinnen und Wanderer zur Sonntagswanderung aufgebrochen.

8 km und 200 hm standen in der Ausschreibung. Eine Tour mit verschiedenen Eindrücken, einem strammen Aufstieg und viel Geschichte. Los ging es am Parkplatz nach Grabenstetten Richtung Kaltentalweiher. Durch wunderbaren Buchenwald wanderten wir abwärts. Immer wieder grüßte ein Fels und versetzte uns in Staunen, so groß und gewaltig.

Wanderführerin Marianne Söll erzählte am Kaltentalweiher, dass dieser in den 80er Jahren angelegt wurde um ein Feuchtbiotop zu schaffen. Gespeist wird der Weiher durch die Kaltentalquelle. Warum versickert das Wasser nicht? Der Grund: Um Bad Urach gab es vor Millionen von Jahren Vulkane. Durch den  vulkanischen Tuff, der hier vorherrscht, kann das Wasser nicht versickern. Der Kaltentalweiher liegt am Wanderweg, ein sehr schönes Plätzchen. Ein Schwan zog ruhig seine Bahnen. Nach einer Stärkungspause haben wir uns das Gartenhäuschen (genannt Villa Hügel) von Forstmeister Philipp Freiherr von Hügel genauer angesehen, jedoch leider geschlossen.

Danach führte der Weg zum Lauereckfels, etwas steil aber gut zu bewältigen. Oben angekommen konnten wir auf einer Bank Platz nehmen,  die herrliche Ruhe genießen und unseren Blick über die grünen Wogen der Wälder Richtung Bad Urach schweifen lassen.  Auch gab es ein  Gipfelbuch, in das wir uns eingetragen haben. Der Lauereckfelsen ist ein geschütztes Felsbiotop. Wir haben u.a. auch das rote Waldvögelein entdeckt, eine seltene Orchideenart. Noch ein kurzes Stück auf bequemen Wegen und wir haben den Heidegraben bei Grabenstetten erreicht. Marianne erzählte von den Kelten, die hier über Jahrhunderte gelebt haben. Blütezeit war zwischen 120 und 50 vor Christus. Der Heidegraben ist 1660 ha groß. Durch Funde konnte die Wissenschaft das Leben der Kelten auf dieser Albhochfläche konstruieren.

Es gab  reichen Handel mit Holz, Flachs, Wolle, Felle, Stoffe. Handwerk und natürlich Landwirtschaft wurde betrieben. Die Waren wurden mit Pferde- und Ochsengespannen transportiert. Schriftliche Zeugnisse hinterließen die Kelten nicht. Wer tiefer in die Geschichte der Kelten auf dem Heidegraben eintauchen möchte, dem ist der Besuch des Heidegrabenzentrums am Burrenhof unweit von Grabenstetten zu empfehlen. Dieses Zentrum wurde im Juni 2024 eröffnet. Unsere Wanderung führte weiter auf dem Befestigungswall der Elsachstadt, das Zentrum und der Siedlungsschwerpunkt zur Zeit der Kelten. Die „Landeshauptstadt“ damals, so der frühere Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei seiner Rede zur Einweihung des Besucherzentrums „Heidegraben“.  Angekommen am Ausgangspunkt freuten sich alle auf die Einkehr in der „Alten Mühle“ in Grabenstetten zu Kaffee und Kuchen.

Ein schöner Ausklang nach einer erlebnisreichen Wanderung in netter Gemeinschaft.

MS

Nachlese zum Filmevent „Was die Alb uns erzählt “

Das Filmevent fand am Freitag, 22.5.2026, im großen Saal der Stadthalle Blaubeuren statt und war ein Gemeinschaftsprojekt der Stadtverwaltung und des Schwäbischen Albvereins Ortsgruppe Blaubeuren.

Anlass für die Veranstaltung war die Unterzeichnung des Vertrages über den Beitritt von Blaubeuren zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb durch Bürgermeister Jörg Seibold am 17.5. 2026 in Münsingen.

Mit dem Film „Was die Alb uns erzählt“ des preisgekröhnten Naturfilmers Dietmar Nill und verschiedenen Infoständen sollten die Bürgerinnen und Bürger von Blaubeuren frühzeitig auf das Biophärengebiet eingestimmt werden.

Programm
Einlass: 18:00 Uhr
Musikalische Einstimmung: Ensemble Familie Frank, Schelklingen
Begrüßung: Mijam Mikat, stv. Bürgermeisterin
Grußwort: Dr.Wolfgang Wohnhas, Mitglied im Vorstand Albverein Ortsgruppe Blaubeuren
Film: „ Was die Alb uns erzählt“ von Dietmar Nill, Dauer 90 min
Infostände: Albverein Ortsgruppe Blaubeuren, BUND Ortsgruppe Blaubeuren, Biosphärengebiet Schwäbische Alb
Bewirtung: Frauenteam Albverein Ortsgruppe Blaubeuren

Mit  rund 200 interessierten Besuchern, die sich nach dem Film an den Ständen rege austauschten und über neue Chancen diskutierten, welche sich mit dem Beitritt ins Biosphärengebiet für Blaubeuren ergeben, war dieser Biosphärenabend ein erster Schritt auf dem Weg ins Biosphärengebiet und ein toller Erfolg.

Nochmal ganz herzlichen Dank an alle Vereinsmitglieder, die mit großem Engagement viel zum Gelingen des Abends beigetragen haben.

WW

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Feierabendwanderung Kühnenbuch

Nachdem die erste Feierabendwanderung buchstäblich ins Wasser fiel und der Termin unglücklich gewählt war, sind wir zu Dritt bei gefühlten 30 Grad am Freitag 29.05.26 losgelaufen. Der Sonne und der Hitze waren wir nur ca. 15 Minuten ausgesetzt. Ab dann ging es in den Wald, immer am Kühnenbuch entlang. Es waren kleine versteckte Wege im Wald, am Geißenklösterle vorbei weiter auf schmalen Pfaden bergauf, um auf auf einem Kiesweg zurück am Kühnenbuch zu laufen. Wir waren ca. 1,5 Stunden unterwegs.

AG

Exkursion mit der Kräuterexpertin

Bei großer Hitze (30 Grad im Schatten) hatte die Frauengruppe des SAV die Diplombiologin Sybille Braun für eine Exkursion zu Gast. Diesmal durften ausdrücklich die Enkel mitgebracht werden und einer hatte sich auch den 8 Frauen angeschlossen und erkundete Flora und Fauna rund um das Naturfreundehaus im Ried. Praktisch war da die Becherlupe, mit der gleich Bachflohkrebse, Eintagsfliegen, Skorpionsfliege, Wespenameise, Weinbergschnecken, Tütendreher etc. angeschaut wurden. Der 8jährige Raphael wich der Biologin nicht mehr von der Seite und war wie gebannt von den Vorträgen über jedes einzelne Tier und jede Pflanze.

Bei den Pflanzen fiel sofort auf, dass ein reichhaltiger Stickstoffeintrag im Boden vorhanden war. Die Stickoxyde werden durch die Landwirtschaft, aber auch durch Flug- und Autoverkehr eingetragen. Die Expertin stellte gleich klar, dass wir, wenn wir die Pflanzen nicht hätten, der Mensch auch nicht mehr da wäre. Pilze reinigen den Boden z. B. von Spritzmitteln, Giersch und Brennnessel sind ebenfalls Bodensanierer. Die Biologin konnte aber nicht nur jede Pflanze benennen, sondern auch, wie man sie anwendet, Tees und Tinkturen herstellt, und welche Wirkung diese dann haben. Zu jeder Pflanze gab es dann auch Geschichten, etwa aus dem Mittelalter, Kindheitserinnerungen oder eigene Erfahrungen der Biologin.

Hier nur ein paar Beispiele für die Anwendungsgebiete: Giersch senkt die Harnsäurewerte, Klettenlabkraut ist ein Lymphmittel und bekämpft Krebs, Schneckenschleim gegen Viren und Bakterien, echte Nelkenwurz ist blutstillend, Kastanien gegen Venenleiden, stinkender Storchschnabel bei Erkältungen, Schöllkraut gut für die Leber und gegen Warzen, Walderdbeeren für Blut- und Leberreinigung, Holunder- und Lindenblüten erhalten die Gesundheit und schützt die Schleimhäute, Königskerze gegen Husten, kanadische Goldrute ist ein Nieren-, Frauen- und Wundheilmittel, Baldrian ist ein Allheilmittel für Magen, Herz und Nerven.

Es waren zwei Stunden geballtes Wissen, die hier unmöglich wiedergegeben werden können. Zu dem Ratschlag, doch einmal ein Buch mit den ganzen Tinkturen und Teemischungen zu schreiben, sagte Frau Braun, dazu hat sie leider keine Zeit.

SK

Wanderreise in die Ortenau vom 7. bis 10.05.2026

Am Donnerstag, 7. Mai machten sich 30 Wanderinnen und Wanderer des Schwäbischen Albvereins Blaubeuren auf den Weg in die Ortenau. Zunächst empfing sie der Schwarzwald bei den Wanderungen zum Mummelsee und auf die Hornisgrinde mit Nebel. Die „Nixe“ im Mummelsee war nur schemenhaft zu erkennen. Danach ging es zum Hotel Pflug in Ottenhöfen. Nach dem Abendessen hielt Herr Rolf Konrad, ehemaliger Geografielehrer und aus Ottenhöfen stammend, einen interessanten Vortrag über die Ortenau. Nicht nur die Landschaft und die politische Struktur wurden dargestellt. Besonders gut stellte der Referent die Probleme einer Schwarzwaldgemeinde und die Veränderungen der letzten Jahrzehnte dar.

Bei schönstem Wetter wurde am Freitag von einer Gruppe das Rotweindorf Kappelrodeck auf dem Sagenweg der Hex vom Dasenstein umwandert. Wir kamen auch an der ehemaligen Höhle der ‚Hex‘ vorbei und hatten immer wieder tolle Ausblicke bis ins Rheintal. Die andere Gruppe wanderte auf dem Ortenauer Weinpfad von Oberkirch nach Kappelrodeck. Nachdem man zahlreiche Weinberge durchquert hatte, durfte natürlich die Weinprobe in der Waldulmer Winzergenossenschaft nicht fehlen. Wir genossen einige der guten Weiß- und Rotweine und wurden nebenbei auch anschaulich über den Weinbau in der Ortenau informiert. Nach der Heimkehr klang der Abend mit Singen und Spielen aus.

Am Samstag wanderte die Gruppe auf dem Mühlenweg von Ottenhöfen. Zuvor wurde die interessante Hammerschmiede in Ottenhöfen besichtigt, wo von einem Mitglied des Schwarzwaldvereins  das historische Schmiedhandwerk mit brennender Esse und laufendem Mühlrad erklärt wurde. Insgesamt sieben weitere historische Mühlen lagen auf dem Wanderweg entlang des Achertals. Eine Gruppe absolvierte den mit 14 km kompletten Mühlenweg, die andere wanderte bis Kappelrodeck und fuhr mit der Bahn zurück nach Ottenhöfen. Wenige Wagemutige bewältigten an diesem Tag den Karlsruher Grat. Am Abend informierten uns noch die Wanderführer Wolfgang Spengler und Marianne Söll über das Kloster Allerheiligen, die Wasserfälle und den Nationalpark Schwarzwald. Das Klosterstift der Prämonstratenser bestand von seiner Gründung um ca. 1195 bis 1803. Bei dem Vortrag konnte natürlich die Sage vom Esel, der an dieser Stelle einen Geldsack abgeworfen hatte und damit den Ort für das Kloster bestimmte, nicht fehlen.

Zum Abschluss am Sonntag besuchten die Wanderfreunde die Klosterruine in Allerheiligen und die imposanten Wasserfälle, leider nur in Teilen, da ein Felssturz den Weg durch die Schlucht versperrt hatte. Auf dem Heimweg wurde noch das Nationalparkzentrum am Ruhestein besucht. Einige schauten sich die Dauerausstellung an. Die anderen besuchten das interessante Gebäude mit dem beeindruckenden Skywalk und machten danach noch eine Kaffeepause, natürlich mit Schwarzwälder Kirschtorte.  Auf der Heimfahrt kehrten wir in Feldstetten ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wanderfahrt bedankten sich am Schluss bei den Wanderführern Ulrike Müller, Marianne Söll und Wolfgang Spengler für die gut geplanten Wandertouren und für die schönen Tage in der Ortenau, die alle sehr genossen hatten.

WS