Nicht nur Rom ist auf sieben Hügeln erbaut. Nein – auch Ulm: Galgenberg, Kuhberg, Roter Berg, Eselsberg, Kienlesberg, Michelsberg und Safranberg. Diese Hügel sind Teil des Ulmer Höhenwegs, der Böfingen mit dem Eselsberg verbindet, und den am letzten Mittwoch 22 Wanderer und Wanderinnen ein Stück weit erkundeten. Los ging es bereits am Vormittag, weil es da noch angenehm kühl war. Vom Science Park II wanderte die Gruppe über den Botanischen Garten bis zur Wilhelmsburg. Der Ausblick war grandios, aber leider etwas dunstig, die Berge durch den Dunst leider nicht mehr zu sehen. Im Botanischen Garten wurde beim Rosengarten eine kleine Rast zum Trinken und Vespern eingelegt. Danach gings zur Wilhelmsburg weiter.
Albert Müller berichtete Geschichtliches über die Bundesfestung, die 1842 ihren Anfang fand. Die Wilhelmsburg Ulm war Teil eines ausgeklügelten Verteidigungssystems, das der Deutsche Bund im 19. Jahrhundert aufbaute. Zur Sicherung des damaligen Bundesgebietes wurden ab 1815 vorhandene Festungen in Mainz, Landau und Luxemburg zu Bundesfestungen ausgebaut, ab 1842 folgten dann die Festungsneubauten in Rastatt und Ulm. Allerdings wurden diese Festungsanlagen nach der Fertigstellung nicht mehr gebraucht, da die Militärtechnik sich inzwischen weiterentwickelt hatte. Die Bundesfestung Ulm ist Deutschlands größtes erhaltenes Festungsensemble. Zwischen 1945 und 1956 diente sie als Notunterkunft für Ulmerinnen und Ulmer sowie für geflüchtete Menschen, danach erneut als Kaserne der Bundeswehr. 1986 ging die Wilhelmsburg als Schenkung vom Bund an die Stadt Ulm über.
Nachdem noch ein Stück auf dem Festungsweg zurückgelegt und der 16 m hohe Turm bestiegen war, kehrte die Wandergruppe im Café ein. Zurück zum Parkplatz ging es dann per Bus. Eine tolle und aussichtsreiche Wanderung mit viel Geschichte – vielen Dank an Anton, Renate und Albert!
Silvia Klingenstein





