Wurmlinger Kapelle und Hirschauer Berg

15.Oktober 2026

Ein  perfekt funktionierender ÖPNV brachte 9 Frauen nach Wurmlingen an den Start der Tour. Leider hatten wir da bereits einen Schwund von 2 Teilnehmerinnen zu verzeichnen, die den Merklinger Bahnhof nicht rechtzeitig gefunden haben.

Bei prächtigem Herbstwetter und angenehmen Temperaturen war  der Aufstieg zur Wurmlinger  Kapelle über den Kreuzweg bald geschafft.

Oben bot sich ein weiter Ausblick nach Süden über das  Neckartal und den Waldrücken des Rammert bis zur blauen Mauer der Alb. Im Dunst war der Hohenzollern zu sehen, der Plettenberg ganz in der Ferne,  der Dreifürstenstein, Farrenberg und Schönberg.

Nach Norden wurde die weite Ebene des Ammertals begrenzt vom Stufenrand des Schönbuchs, mit der vorgelagerten Ortschaft  Unterjesingen und Schloß Roseck auf der Höhe.

Die Wurmlinger Kapelle steht mit Sicherheit auf schon vorgeschichtlich besiedeltem Platz, möglicherweise einem keltischen Opferplatz. Sie ist erstaunlich groß für den ehemals kleinen Ort Wurmlingen, dessen einzige Kirche – mit Kirchhof für die Bestattungen – sie lange Zeit war. Der älteste Bauteil ist die romanische Krypta.

Auf schattigem Waldweg, vorbei an Tafeln mit Uhland -Gedichten und Liedern ging es flott über den Spitzberg Richtung Tübingen zum Bismarckturm. Der wuchtige Turm ist einer von vielen in ganz Deutschland. Er entstand in der Zeit nach der Entlassung des Reichskanzlers Otto von Bismarck 1890 und seinem Tod 1898, als eine beispiellose Bismarckverehrung einsetzte. National gesinnte Burschenschaften und das national gesinnte bürgerliche Lager griff die Idee der Turm-Denkmäler auf, auf deren Spitze Feuerschalen angebracht werden sollten. Im Nationalsozialismus beendete der neue Führerkult bald die Bismarckverehrung.

Den Weg hinunter in die Stadt verkürzten wir uns zum Teil mit dem Stadtbus. Während der  Einkehr auf der Terrasse des Gasthof Neckarmüller bot sich Gelegenheit, den Stocherkähnen zuzusehen.

Gerburg Buck