Höhlen und Felsen rund um Blaubeuren

Wegen der Hitze starteten 13 Wanderer schon um 9 Uhr zu dieser aussichtsreichen Wanderung. Am Bahnhof Blaubeuren gings los und dann gleich bergauf bis zur Kleinen Grotte, wo wir die Blumenkohlsinterung von einem Höhlenexperten erklärt bekamen. Auf abenteuerlichen Wegen unter den Kletterfelsen herum erreichten wir die Große Grotte, die bis zum 30. Juni jeden Jahres wegen der Brutzeit der Vögel gesperrt ist. Umso größer war die Begeisterung, sie auf unserer Wanderung anzuschauen und die Kletterer bei ihren Übungen zu beobachten. Nun ging es weiter bergauf zum Rusenschloss (auch Ruine Hohengerhausen genannt), wo wir den Rundumblick über den ganzen Talkessel genossen. Ein paar Meter weiter erreichten wir schon den Knoblauchfelsen, dessen Name an den wild wachsenden Knoblauch, der in dieser Landschaft vorkommt, erinnert. Über dem Talkessel wanderten wir weiter vorbei am Flugplatz Sonderbuch, wo wir im Flugplatzstüble unsere leeren Wasserflaschen auffüllen konnten, übers Landsitzle zum Blaufelsen. Dort blickten wir aus der anderen Richtung auf Blaubeuren und erklärten unseren auswärtigen Gästen, die Sehenswürdigkeiten. Dann ging es weiter zu den 3 Silbersandhöhlen, die selbst eingefleischte Blaubeurer noch nicht kannten. Sie liegen etwa 1,5km nordwestlich von Blaubeuren am Südhang oberhalb der B28 Richtung Suppingen. In den Höhlen wurde früher nach Dolomitsand („Silbersand“) gegraben, der zum Fegen verwendet wurde. Die Höhle 1 besitzt einen großen Vorplatz, der vor einem Deckeneinsturz wohl Teil der Höhle war. Die Höhle hat eine 13m lange Halle und dahinter einen 10m hohen Kamin, der bis zur Erdoberfläche führt. Die Höhle ist seit einigen Jahren durch ein Gitter verschlossen. Die Höhlen 2 und 3 sind viel kleiner, man spürt allerdings den Höhlenwind und kann Gänge in die Tiefe erahnen.

Nach diesem krönenden Abschluss wanderten wir auf der unteren Steige zurück nach Blaubeuren, wo wir uns über ein kaltes Getränk und Pizza, Pide oder Salate freuten.

Vielen Dank den tapferen Wanderern zwischen 14 und 83 Jahren, die die Strecke bei dieser Hitze bravourös gemeistert haben. Wir waren eine sehr nette Gruppe mit Gästen aus Ulm und Weiler.

 

Ulrike Müller, 12.07.2026