Orchideenwanderung

Die Orchideenwanderung der Frauen am 16.5.2024 fand bei herrlichstem Wanderwetter statt. Am Sportplatz in Ringingen startete die wunderschöne Tour.

Im Schatten des Waldes gab es einen interessanten Vortrag von Hilde Bauder über die Orchideen. Es sind ganz besondere, schützenswerte Pflanzen, da die meisten erst nach Jahren zur Blüte kommen. Der Frauenschuh z.B. ist zur Keimung und Entwicklung auf einen Pilz der Gattung Rhizoctonia angewiesen, mit denen er eine Symbiose bildet. Die Ernährung erfolgt jahrelang über diesen Pilz, bevor das erste grüne Blatt nach etwa vier Jahren angelegt wird. Bis zur Blühreife können 16 Jahre vergehen.

Nach dem Ort Steinenfeld wurden dann die ersten „Waldvögelein“ gesichtet. Die anderen Orchideen waren noch nicht ganz soweit. Dafür gab es viele weitere interessante Blüten und Gewächse zu bewundern: Wiesenbocksbart, Einbeere, Kreuzblümchen, Maiglöckchen, Kugelblume, großes Zweiblatt, Kugelteufelskralle, Bachnelkenwurz, Silberdistel, Golddistel, sowie drei Wolfsmilcharten.

Nach der Überquerung der Verbindungsstraße Schelklingen-Ringingen hatte man einen Blick auf den Steinbruch des Zementwerkes. Brigitte Scheible berichtete, dass dort Versteinerungen von Krokodilen und Schildkröten gefunden wurden. Ein Nachweis, dass hier vor ca. 150 Mio. Jahren ein tropisches Meer vorhanden war. Ein Schildkrötenpanzer kann im Heimatmuseum in Schelklingen bewundert werden.

Bei der Waldlichtung am Liegebänkle konnten die Frauen einen herrlichen Blick nach Ringingen und das Erbacher Schloss genießen. Vorbei am romantischen Seerosenteich – hier blühte die gelbe Sumpfschwertlilie – ging es wieder zurück nach Ringingen ins Sportheim, wo die meisten sich nach der über 10 km langen Wanderung mit einem deftigen Wurstsalat stärkten.

Wochenendwanderung in den Hegau 4. und 5. Mai 2024

In diesem Jahr lud die Ortsgruppe zur Wochenendwanderung in den Hegau ein. 34 Personen sind der Einladung gefolgt. Gut, denn das Wetter war zum Wandern ideal, der Frühling zeigte sich von seiner schönsten Seite und der Hegau ist eine Landschaft, die ihre ganz besondere, bezaubernde Schönheit speziell beim Wandern zeigt.

Der Hegau, geschaffen aus Feuer und Eis. Wenn man die geologische Geschichte hört, und wenig später die Vulkane vor Augen hat kann man sich vorstellen, wie sich vor 14 Millionen Jahren die europäische und die asiatische Kontinentalplatten aufeinander zubewegten. Diese Kollision sorgte zur Absenkung des Oberrheingrabens. Vulkantätigkeit war die Folge: Durch die Reibung drängte geschmolzenes Gestein hervor. Traf das brodelnde Magma auf Grundwasser, führte dies zur Explosion und es dampfte empor: tonnenweise Ascheregen entstand und regnete herab.

Später, vor 10 Millionen Jahren wälzte sich in den Vulkanen heißer Basalt und vor 7 Millionen Jahren Phonolit-Gestein nach oben, ohne die Erdoberfläche zu durchstoßen. Nach dem Erkalten blieben die ausgehärteten Gesteinsmassen wie Pfropfen in den Vulkanschloten stecken.

Im Pleistozän (vor 150.000 Jahren) wurde durch die Auffaltung der Alpen der Hegau von einer dicken Eisschicht bedeckt. Die aus den Alpen heranschiebenden Gletscher brachten Geröll und Gestein mit sich und drangen weit über den Hegau. So wurde das weiche Tuffgestein im Verlauf von 10.000 von Jahren abgeschliffen. Die harten Phonolit- und Basaltmassen hielten dem Druck stand. Als die Gletscher schmolzen, wurden die erstarrten Magma-Pfropfen freigelegt.  Diese prägnanten, aus Feuer und Eis entstandenen Kegelberge, prägen das Landschaftsbild heute.

Am Samstag, 4. Mai, starteten wir mit dem Bus der Fa. Auto-Mann. Unser erstes Ziel war Stetten, ein Teilort von Engen. Dort sollte der Stettener Panoramaweg zum Neuhewen mit 864 m der höchste Hegauberg, erwandert werden. Ein Rundwanderweg mit ca. 6,2 km.  Gemächlich ging es aufwärts durch blühende Wiesen und Felder. Bald  waren die ersten Vulkankegel in der Ferne zu sehen.

Kurz vor Ende des Rundweges trennte sich die Gruppe. Wer sich in Stetten die Kirche St. Sebastian und Johannes der Täufer anschauen wollte, ging mit Gerburg Buck weiter. Die „LangwanderInnen“ machten sich mit Marianne Söll auf den Weg über die Anhöhe zum „Alten Postweg“ um später dort auf die Gruppe am Busparkplatz zu treffen.

Durch Baumfällungen und Spuren von schwerem Forstgerät war es  etwas abenteuerlich, die Anhöhe zu erreichen, aber nach einer kleinen Anstrengung sind wir alle gut an das  Ziel gekommen und wanderten den herrlichen Postweg entlang mit weiten Ausblicken bis zum Bodensee, bis wir wieder auf unsere Mitwanderer am Busparkplatz trafen.

Nach einer kurzen Fahrt  waren wir in Blumenfeld. Blumenfeld geht aus einer mittelalterlichen Burganlage hervor. Das Deutschordensschloss, teilweise die Pfarrkirche und das Pfarrhaus sind Bauzeugnisse aus der Zeit vor 1618. An der Treppe zum Schloss und Kirche beeindruckte ein altes Scheibenkreuz (Sühnekreuz). Wir wanderten durch den Ort um anschließend eine Kaffee-Einkehr in der Bibermühle zu genießen. Anschließend spazierten wir noch zur Biber und bewunderten das riesige oberschlächtige Wasserrad. Wie idyllisch war es doch hier.

Weiter fuhren wir mit dem Bus nach Gottmadingen zum Hotel Sonne. Nach dem Abendessen und einem kleinen Stadtrundgang trafen wir uns im Saal und ließen den Wandertag musikalisch mit Liedern ausklingen. Irene Autenrieth begleitete uns mit dem Akkordeon.

Nach einem kräftigen Frühstück fuhren wir zum Start unserer Sonntagswanderung. Wir nutzten die Haltestelle zwischen Duchtlingen und Weiterdingen. Los ging es zu einer Streckenwanderung mit ca. 7 km über den Sickerberg, Mägdeberg zum Hohenkrähen. Der Mägdeberg und Hohenkrähen sind vulkanischen Ursprungs.

Ein kurzer Regenschauer wartete auf uns, so dass wir die geplante Pause auf dem Sickerberg auf unser nächstes Ziel auf dem Mägdeberg verschieben mussten. Die Geschichte der Burg Mägdeberg ist eng mit der Geschichte des nordöstlich davon gelegenen Dorfes Mühlhausen verbunden. Unter dem Reichenauer Abt Konrad von Zimmern wurde zwischen 1235 und 1240 die Burg auf dem Mägdeberg gebaut.

Warum Mägdeberg? Nach der Christianisierung des Landes wurden die drei Heidemägde „Ainbed, Borbed und Wilbed“ aus deren Namen der Name Mägdeberg entstand, durch die hl. Ursula mit ihren Gefährtinnen, die nachweislich verehrt wurden, ersetzt.

Weiter auf Naturpfaden führte der Weg zum „Hohenkrähen“. Der mit 645 m kleinste und dafür kühnste der Hegauberge lockte schon zu Urzeiten mit seiner scheinbar „geballten Faust“: Früher die Steinzeitmenschen, Kelten, Römer, Raubritter und Edelleute, heute Wanderer und Naturfreunde.

Ein bekannter Burgvogt auf Hohenkrähen ist Popolus Maier.  Er war um die Zeit von 1430 auf Hohenkrähen Vogt und es wird berichtet, dass er dürr wie ein Rebstock war, ein böser Raufbold und Leuteschinder. Heute er lebt im Singener Narrenverein als „Poppele“ weiter.

Ein längerer Aufenthalt zum Vespern und den Hohenkrähen zu erklimmen war eingeplant. Wie schön die Rundumsicht, Alpenpanorama inklusive.

Der Abstieg Richtung Busparkplatz war herrlich  auf Naturpfaden, immer mit Blick auf den Hohenkrähen.

Unsere Fahrt ging weiter nach Engen. Eine Kaffeepause war dort eingeplant, bevor wir eine kleine Stadtrunde unternahmen. Besonders beeindruckte der Marktplatz . Das Amtsgericht und das Gasthaus Engel mit Posthalterei, dann das ehemalige Wirtshaus zum Adler, dessen Grundmauern in das 12. Jh. verweisen. Besonderheit die Fassadenbemalung. Die Sinnestäuschung (Trompe-l’oil) mit amüsanten Details an die Wände gebannt: Von der Frau am Fenster mit einem Briefchen in der Hand bis zur Bierflasche, die die Handwerker offensichtlich vergessen haben.

Ein besonderes Zeichen steht auf dem Marktplatz, die so genannte Martinssäule. Die Plastik ist ein Werk des Bildhauers Jürgen Goertz aus dem Jahre 1984. Das Martins-Thema: Gegensatz zwischen Arm und Reich. Jürgen Goertz hat auch das Einsteindenkmal in Ulm geschaffen. Wir besuchten die Stadtpfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“. Ihre ursprüngliche Bauzeit liegt zwischen 1200 und 1250. Hinter dem Rathaus genossen wir die Aussicht in die blühende Landschaft und den Blick zum „Krenkinger Schloss“.

Weiter fuhren wir nach Aach, die Stadt mit der berühmten Aachquelle, die als die größte Quelle Deutschlands gilt. Sie schüttet maximal 24,1 cbm/sec. aus. Das Wasser der Aachquelle stammt größtenteils aus der Donau, welches zwischen Immendingen und Fridingen versickert und durch das poröse Karstgestein einen unterirdischen Abfluss geschaffen hat. Nach einem kurzen Spaziergang um die Quelle waren wir satt von Eindrücken und stiegen zufrieden in den Bus ein. Er brachte uns zur Abendeinkehr nach Obermarchtal in das Gasthaus „Adler“. Um 20.30 Uhr waren wir wieder zurück in Blaubeuren.

Nellinger Bärenpfad

Bei Sonnenschein startete die Fahrt der Frauen in Blaubeuren zum Bärenpfad nach Nellingen – auf der Alb gab es dann Regen-, Schnee- und Graupelschauer. Alle Frauen waren froh, als man von der freien Fläche den Wald erreichte, der etwas Schutz vor dem Wind bot. Aber es dauerte nicht lange, da kam die Sonne wieder hervor und man konnte aufmerksam den interessanten Berichten von Gerda Fuchs-Holderried lauschen.

An insgesamt 12 Stationen erfuhr man Wissenswertes über die Besonderheiten der Schwäbischen Alb. Die alte Römerstraße, erbaut 84 n.Chr., war eine der nördlichsten Grenzen des Römischen Reiches bis ca. 125 n.Chr.Von der fast 300 Jahre alten Wettereiche hatte man einen schönen Blick auf Nellingen.
Die Flurnamen, wie zum Beispiel „Lixe“, „Schinderwasen“, „Kuhloch“ oder „Mühltäsch“ weisen auf frühere Nutzungen hin, also dass hier Lehm abgebaut oder totes Vieh entsorgt wurde, und dass der Weg zur Mühle in einer Senke, bzw. Mulde (Täsch) lag.
Der Dutzenbergschacht mitten im Wald ist eine geologische Besonderheit. In der 47 m tiefen Schachthöhle auf der Mitteleuropäischen Wasserscheide rinnt am Grunde ständig ein wenig Wasser.

Das Kaiserplätzle sollte eigentlich Königsplätzle heißen, denn es war der Württembergische König Wilhelm II, der von hier aus 1899 ein Manöver beobachtete. Am Wegesrand fanden die Frauen einige unbekannte (z. B. Traubenholunder) und auch bekannte Gewächse (z. B. Tulpen).

Bei herrlichem Sonnenschein wurde die schöne und erlebnisreiche Wanderung beendet und anschießend in der „Halbzeit“ eingekehrt. Vielen Dank Gerda!

Dolinenweg Hengen

„Das weiche Wasser besiegt den harten Fels“ Laotse ,chinesischer Philosoph, ca. 300 v.Chr.

Welche Wirkung  Regenwasser auf auf den Kalkstein der Alb hat, konnten die 20 Gäste  am Samstag, 6.April , bei herrlichem Frühlingswetter bei einer 3 stündigen Führung auf dem Dolinenweg in Hengen  hautnah erleben.

Dolinen, von den Älblern gemeinhin als „Erdfälle“ bezeichnet, sind auf der Alb weit verbreitet. Man schätzt ihre Zahl auf ca 5.000. Sie sind, wie die Höhlen und Trockentäler, charakteristische Elemente einer Karstlandschaft.

Der 8 km lange Weg beginnt am Sportplatz Hengen und ist durch Hinweiszeichen mit schwarz gewelltem Pfeil markiert. 6 Tafeln informieren mit Texten und Farbbildern über die Entstehung der Dolinen sowie über ihre natur- und heimatkundliche Bedeutung.

Auf dem Dolinenweg konnten neben den beiden wassergefüllten Hülen „Goslach“ und „Wechselfeuchtes Biotop“ , die eine artenreiche Pflanzen – und Tierwelt beherbergen, auch eine trockene Lösungsdoline, die „Heidekrautdoline“ besichtigt werden. Lösungsdolinen sind trichterförmig und entstehen dort, wo das leicht saure Regenwasser gut in Spalten und Klüften des Kalksteins versickern kann. Dabei löst es den Kalkstein langsam auf und transportiert ihn in gelöster Form ab.

Der Höhepunkt der samstäglichen Wanderung in die Erdgeschichte war die Erkundung der  Doline „Auloch“, die sich zur Hälfte im Besitz des Schwäbischen Albvereins befindet. Das Auloch liegt am Rand eines wasserstauenden Vulkanschlotes und verfügt hierdurch über eine nahezu ganzjährig schwach schüttende Quelle am Dolinenhang.  Das Quellwasser versickert nach einer kurzen Fließstrecke am Dolinengrund in einem Schluckloch (Ponor) .

Bei der anschließenden Einkehr im Gasthof „Lamm“ in Hengen wurden bei einem zünftigen Vesper die neuen Eindrücke und Informationen  in fröhlicher Runde ausgetauscht und diskutiert.

Fotos: Die Luftaufnahme der Doline „Auloch“ wurde freundlicherweise von Reiner Enkelmann aus Filderstadt zur Verfügung gestellt. Alle anderen  Aufnahmen stammen von Mitgliedern der Ortsgruppe.

 

 

Küchenschellen bei Bichishausen

Einen ganzen Hang voller Küchenschellen, Frühlingsfingerkraut und Veilchen konnten 20 Wanderer bei der Mittwochswanderung in Bichishausen im Lautertal bewundern. Ganz besonders erfreulich war es, dass drei Frauen aus der Ukraine, die bereits öfters beim SAV mitgewandert sind, wieder dabei waren. Der Schwäbische Albverein holte die Wanderung vor, die eigentlich erst am 24.4. stattfinden sollte. Aber in diesem Jahr hat der Frühling bereits Anfang März Einzug gehalten mit all seiner Pracht und Farbenvielfalt.

Die Wanderung ging zunächst sehr alpin aufwärts zum Schachenberg mit seiner Blütenpracht. Oben angekommen referierte Hans Ritter (mit Erlaubnis der Wanderführer) über das große Lautertal, seine Burgen und die Glaubensgrenzen. Auf dem Premiumweg „Hochgegrenzt“ ging es dann weiter und später wieder hinab ins Lautertal, wo die ersten Osterlämmchen die Wanderer begrüßten.

Renate Rommel hat (zusammen mit ihrem Mann Anton) seit diesem Jahr die Verantwortung für das Seniorenwandern im Verein übernommen und bietet bis einschließlich September einmal im Monat mittwochs interessante Touren an. Gäste sind immer willkommen.

Die schöne und aussichtsreiche Tour endete mit einer Einkehr im „Bären“ in Hütten.

Mitgliederversammlung

Es konnten nicht alle langjährigen Mitglieder persönlich geehrt werden, anlässlich der diesjährigen Mitgliederversammlung des Albvereins im Vortragssaal der Stadthalle, da viele nicht anwesend sein konnten. Aber vier Jubilare durften die Ehrennadel, die Urkunde und ein kleines Präsent persönlich entgegennehmen: Dr. Wolfgang Wohnhas für 25 Jahre, Erich Korn für 40 Jahre, Karin Seiffert für 60 Jahre, und Lilli Prox für 70 Jahre Mitgliedschaft im Verein. Dr. Wolfgang Wohnhas durfte für seine Frau Gunhilde, die ebenfalls 25-jähriges hat, einen Blumenstrauß mitnehmen. Erich Korn, der auch die Kassenprüfung für den Verein durchführt, hat dagegen ein zusätzliches Amt von der Vorsitzenden, Dr. Gerburg Buck, erhalten: Er macht jetzt auch die Kassenprüfung für die „Weidacher Hütte“, der Vereinshütte des SAV. Nicht anwesend waren die Jubilare Karl-Heinz und Marianne Breitinger für 25 Jahre und Ulrich Mayer für 25 Jahre.

Überhaupt gibt es sehr viele ehrenamtliche Helfer im Verein, die alle namentlich von der Vorsitzenden Dr. Gerburg Buck erwähnt wurden und mit viel Beifall belohnt wurden. Die neuen Räumlichkeiten, die die Stadtverwaltung dem SAV im 2. Stock des Babette-Gundlach-Hauses zur Verfügung stellt, erforderten zusätzlich viele Mitwirkende und helfende Hände. Ein Archiv musste umgezogen werden, die Wände neu gestrichen, Vorhänge und Tischdecken genäht und eine Teeküche eingebaut werden. Alles lief wie am Schnürchen und in Rekordzeit, so dass der Raum jetzt für Sing- und Spielenachmittage und neuerdings auch für einen Stammtisch genutzt werden kann.

Auch sonst gab es nur Gutes zu berichten: Wie im letzten Jahr wird im November wieder ein Familientag auf der Weidacher Hütte stattfinden. Die Hüttendienste, in der Obhut von Fachwartin Brigitte Hiller, verliefen mit lohnendem Umsatz und neue Helferinnen konnten gefunden werden. Eine Überraschung wird es auf der Hütte geben: die Besucher werden in diesem Jahr von einem Maskottchen begrüßt. Für den Hüttenverein sind die Einnahmen derzeit bitter nötig, da der Corona-Ausfall immer noch nicht ausgeglichen ist.

Bei den Berichten der Fachwarte wurde erneut deutlich, welche enorme Leistungen vom Verein erbracht werden.

Allein die Pflege der Naturschutzgebiete „Untere Hellebarten“ und „Sotzenhauser Heide“, Obstbaumpflege in Erstetten, Heckenpflegeaktionen und Mitwirkung im Umweltbeirat erforderten insgesamt 312 Arbeitsstunden und ca. 87 Helferinnen und Helfer.

Auf der Homepage des Albvereins, die von Christine Buck, Fachwartin für Homepage und Internet, vorgestellt wurde, gibt es auch neue Dinge zu entdecken. Vor jeder Wanderung sollte diese besucht werden, da sich immer kurzfristig eine Änderung im Wanderplan ergeben kann. Diese sind unter Termine und im Menüpunkt Neuigkeiten/Berichte mit Rückblicken auf Wanderungen nachzulesen. Die Kopfbilder der Seiten sind von Christine Buck selbst in und um Blaubeuren fotografiert.

Der Wanderwart, Wolfgang Spengler, schaute zufrieden auf ein gut besuchtes Wanderjahr mit Höhepunkten Pfalzfahrt und Bergwanderung im Tannheimer Tal zurück. Dieses Jahr hat die Ortsgruppe insgesamt 42 Wanderungen im Angebot. Die Wochenendfahrt führt ins Hegau, die Frauengruppe bietet jeden Monat im Jahr einen Wandertermin an und im Herbst wird es wieder eine Bergwanderung im Allgäu geben.

Die Wegwarte, verantwortlich durch Daniel Buck geführt und bei der Versammlung durch Dirk Sass vertreten, hatten im letzten Jahr viel zu tun, da durch Schneebruch einige Wege unpassierbar waren und verlegt werden mussten.

Erstmals nach Coronazeiten gab es wieder einen kleinen Imbiss in der Pause, in der sich die Mitglieder austauschen konnten.

Vogelbeobachtungen am Plessenteich

Auch die Frauengruppe hatte bei der letzten Wanderung am Plessenteich ein wenig Pech mit dem Wetter: Pünktlich zur Fahrt zum Bahnhof hat es angefangen zu tröpfeln. Mit dem Zug ging es nach Gerlenhofen, wo wir direkt vom Fahrdienstleiter empfangen wurden, denn hier muss noch die Beschrankung mit der Hand hoch- und runtergekurbelt werden!

Am Plessenteich (es nieselte immer noch) konnte man, neben den schön gestalteten Informationstafeln am alten Landgraben, viele Vögel am und um den Teich bewundern: Silberreiher, Graugänse, Lachmöven, Schwäne, Reiherenten und Blässhühner. Am meisten Aufsehen erregten jedoch zwei Kiebitze, ein Vogel, der sehr stark gefährdet ist, da er auf dem Boden brütet und viele Fressfeinde hat. Er war bereits das zweite Mal „Vogel des Jahres“. Weiter ging es Richtung Ludwigsfelder See und zum Alpakaladen des Lindenhofes. Hier konnte man die herrlich weichen, aber auch sehr teuren Produkte aus der Wolle bewundern. Auf dem Weg zurück nach Gerlenhofen holten sich alle Frauen noch matschige Schuhe und manche waren bis zu den Knien eingespritzt (es nieselte immer noch). Bei der Einkehr im Musikerheim gab es eine herbe Enttäuschung: Es waren nur noch zwei Bratwürste da, da der Metzger nicht geliefert hatte. Aber diese wurden schwesterlich geteilt und der Rest aß das Ersatz-Stammessen: Schweinegeschnezeltes mit Champignon-Rahmsoße und Semmelknödel, jeder eine halbe Portion. Zurück am Bahnhof in Gerlenhofen kam dann endlich die Sonne raus und wir konnten diese auf der Rückfahrt nach Blaubeuren „genießen“.

Stammtisch im BGH

Am 9. März trafen sich zum ersten Mal einige Mitglieder des Schwäbischen Albvereins zu einem Stammtisch. Zunächst wurden die neuen Räumlichkeiten im Babette-Gundlach-Haus begutachtet und fanden allgemeine Zustimmung. Danach fand bei Pizza und Getränken ein reger Austausch über Gegenwärtiges statt, aber auch vergangene Erlebnisse im Schwäbischen Albverein wurden wiederbelebt. Zum Schluss einigte man sich darauf, dass der Stammtisch monatlich am 3. Samstag im Monat stattfinden soll, Beginn 18 Uhr. Nächster Termin ist am 20. April. Es soll ausprobiert werden, ob die Verpflegung zukünftig mit einem Buffet aus mitgebrachten Speisen erfolgen kann. Gäste und sonstige Neugierige sind herzlich willkommen.

Märzenbecher im Wolfstal

Es gibt zwar kein schlechtes Wetter… aber bei der Seniorenwanderung am 6. März 2024 regnete es nur einmal. Das machte den 12 Teilnehmern der Wandergruppe aber nichts aus. Mit Schirmen, guten Schuhen und regendichten Jacken ging es das Wolfstal hinauf, wo man die wunderschönen Märzenbecher, den zinnoberroten Kelchbecherling, bizarre Felsformationen und leuchtende Moose und Farne bewundern konnte. Kurz vorm Ende des Tals teilte sich die Gruppe in zwei Teile auf. Eine kleinere Gruppe ging den gleichen Weg zurück und ins Lautertal bis zu dem sehenswerten Aquaduckt. Die größere Gruppe ging weiter talaufwärts und dann auf der Hochfläche ein kleines Stück auf Besinnungswegen Richtung Unterwilzingen und hinunter ins Lautertal zur „Laufenmühle“. Hier konnte man bei Kuchen und Salaten die Gemeinsamkeit genießen. Dann ging es wieder heimwärts. Eine sehr schöne Wanderung, die auch den beiden Frauen aus Biberach und Oggelsbeuren (beim Federsee) sehr gut gefallen hat!

Wanderung bei Sontheim mit Kaffeeverkostung

Bei kühlem, trockenem Wetter wanderte die Frauengruppe die nördliche Fortsetzung des Tiefentals entlang um Sontheim herum, an der Wochenendsiedlung „Hawai“ vorbei und hinauf in die Ortsmitte von Sontheim.

Dort strebten wir der Kaffeerösterei von Axel Kley zu, wo uns der Inhaber mit großer Leidenschaft vieles rund um den Kaffee erzählte. Nebenbei führte er einen Langzeit-Röstvorgang für  Espresso Mexico Organico durch, den er Schritt für Schritt erklärte. Danach gab es Kuchen und verschiedenste Zubereitungen von Kaffeesorten nach Wunsch. Wir erlebten, dass aus einer Röstung durch unterschiedliche Zubereitungsmethoden große Geschmacksvariationen erzielt werden können. Kaffee nicht als Aufputschmittel sondern als feiner Genuss!

Beim Rückweg in beginnender Abendstimmung konnten wir mehrere Bergfinken-Schwärme über das Tiefental  ziehen sehen.