Aktion Kiefernfällung auf der Sotzenhauser Heide

Nach dem Abtransport zweier großer Reisighaufen durch den Bauhof der Stadt und den restlichen Aufräumarbeiten konnte die Aktion Ende März erfolgreich abgeschlossen werden.

Hier einige Kurzinformationen zur Aktion:

  • Ende Januar professionelle und fachgerechte Fällung von 4 hohen Kiefern durch Baumkletterer Jonas Autenrieth und seinen Vater Günther.
  • Ziele der Aktion:
    1. Zurückdrängen des Waldrandes durch gruppenweise Entnahme hochgewachsener Bäume
    2. geringere Beschattung im oberen Hangbereich der Heide
    3. Förderung licht- und wärmeliebender seltener Pflanzen z.B. Küchenschellen, Orchideen
  • Die Aktion war eine Pflegemaßnahme und wird vom Naturschutz finanziell gefördert.
  • Abstimmung der Maßnahme vorab mit der Naturschutzbehörde, der Stadt und dem Forst.
  • Die Stadt ist Grundstückseigentümer und hat das anfallende Holz dem Albverein überlassen.
  • Bis dato konnte wegen geringem Interesse nur ein Teil des Holzes aufgearbeitet werden.
  • Das Restholz soll im Herbst an interessierte Albvereinsmitglieder abgegeben werden.

 

Herzlichen Dank an alle an der Aktion Beteiligten und alle fleißigen Helfer!!
Allen Vereinsmitgliedern viel Freude auf unserem neuen Picknickplatz!!

WOWO

Wanderung im Lonetal

Die Frauengruppe wird immer noch größer! Es waren 23 Frauen, die sich bei herrlichstem Wetter mit Fahrgemeinschaften nach Lindenau aufmachten, um im Lonetal zu wandern.

Zunächst ging‘s mit dem PKW zum „Schlössle Lindenau“. Die historische Ausflugsgaststätte blickt auf eine lange Geschichte als ehemaliger Klosterhof zurück. Erstmals erwähnt wurde Lindenau 1274 als Pfarrdorf. 1299 soll der Ort verwüstet und verlassen gewesen sein. Erst 1460 ließ das Kloster Kaisheim wieder einen Mönchshof errichten, die Felder bebauen und die Kirche reparieren. In der Folgezeit wurde alles mehrfach geplündert. Anfang des 18. Jhts. Wurde Lindenau wieder neu besiedelt. Aber bereits 5 Jahre später war es aus mit der Klosterherrlichkeit. 1833 wurde der Besitz an einen Bauer verkauft. Heute gilt Lindenau mit den schönen Barockgiebeln zu den ältesten Gasthöfen.

Von dort aus ging es ins Lonetal hinab zum Hohlenstein, einer Felsengruppe, in der sich 3 Höhlen befinden. Im „Hohlenstein-Stadel“ wurde die berühmte, rund 40.000 Jahre alte Figur „Der Löwenmensch“ gefunden, die heute im Ulmer Museum zu besichtigen ist. In der Bärenhöhle rechts daneben hat man etwa 100 Bärenschädel und zahlreiche Bärenknochen gefunden.

Weiter an der Lone entlang wanderten die Frauen bis zum Mammut-Klettergerüst. Begeisterungsstürme lösten immer wieder die zahlreichen Leberblümchen, Märzenbecher, Lärchensporn und Gelbsterne bei den Frauen aus.

Auf der anderen Seite der ausgetrockneten Lone ging‘s retour Richtung Bocksteinhöhle. Hier musste erst einmal ein steiler Anstieg bewältigt werden, der aber gut mit Treppen ausgebaut war. Bei mehreren Grabungen in der Bocksteinhöhle wurden zwischen 1873 und 1956 Werkzeuge aus der Steinzeit gefunden. Die Skelette einer Frau und eines Säuglings, die man dort gefunden hat, werden auf etwa 6200 vor Chr. datiert. Andere Funde gehen auf 50.000 – 70.000 v. Chr. zurück. Damit gilt die Bocksteinhöhle als eines der ältesten Besiedlungen in Süddeutschland. Seit 2017 gehören die Höhlen zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Den Abschluss fand die wunderbare Wanderung natürlich im „Schlössle Lindenau“. Für manche gab es noch Kaffee und Kuchen und für die meisten etwas Deftiges, da es bereits recht spät war. Ein wunderschöner Nachmittag – Danke den Wanderführerinnen!

SK

Frühlingswald und Jungviehweide – vom Riedental nach Sotzenhausen

Bei wolkenlosem Himmel begaben sich 27 ! Wanderer, darunter 13 Gäste auf die Suche nach den ersten Märzenbechern. Start war am Parkplatz des Schäferhundevereins im Riedental. Am Nägelesfelsen grüßten schon die ersten grün-weißen Teppiche am Waldboden. Auf dem Weiterweg nach Sotzenhausen waren die Hänge dicht bestückt mit den Frühlingsboten und  schöne Kelchbecherlinge leuchteten rot am Boden.

Beim Quellbiotop vor Sotzenhausen wurde der Brunnentrog der ehemaligen Jungviehweide des Blaubeurer Fleckviehzuchtverbandes besichtigt. Die Weidefläche selbst ist inzwischen dem Gesteinsabbau des Steinbruches Vohenbronnen zum Opfer gefallen. Wanderführerin Gerburg Buck gab einen kleinen Abriss der 40jährigen Geschichte dieser Gemeinschaftsweide für Jungrinder und Fohlen.

Die Wohnsiedlung Sotzenhausen ist über 1250 Jahre alt und damit eine der ältesten Siedlungen, und auch die kleinste im Alb-Donau-Kreis.

Danach konnten die Wanderer über den Steinbruch hinweg nach Süden in die Ferne schauen bis zum Liebherr Kranenwerk. Der Bussen blieb leider im Dunst verborgen. Auf angenehmem Waldweg ging es über den Hilzberg zurück zum Parkplatz. Danach kehrte die fröhliche Wandergesellschaft in Pappelau in der Sonne zu Kaffee, Kuchen und Vesper ein.

GB

„Die Einsteins“

Bei Schneeregen und ungemütlichen Temperaturen war es gerade recht, dass die Frauengruppe am letzten Donnerstag keine Wanderung, sondern eine Fahrt mit Bahn und Bus nach Ulm ins Museum unternahm. Der kurze Spaziergang zu den „Einsteins“ führte an der „Blau“ entlang und an der „Klingenden Brücke“ vorbei, die die meisten noch nicht kannten. Die tragenden Elemente der „Smart Circular Bridge“ bestehen, aus Flachsfasern und bio-basiertem Epoxidharz. Dieser Verbundwerkstoff ist extrem stabil und sechsmal leichter als Stahl. In Zeiten von Klimawandel und schwindenden Rohstoffen verringern bio-basierte Verbundwerkstoffe den CO 2-Ausstoß der Baubranche. 42 eingebaute Sensoren liefern in Echtzeit Daten zu Temperatur, Belastung und Verformung. Mit einem Computerprogramm werden die Daten in Klänge übersetzt und das Bauwerk wird auch zum klanglichen Erlebnis.

Weiter ging es an der Synagoge vorbei bis zum historischen Gebäude „Engländer“, das früher einmal die Wirtschaft „König von England“ war und später eine Bettfederfabrik beherbergte. Einsteins Großmutter hatte in dem Gebäude eine Wohnung und auch Anteile an der Federfabrik. Mit seiner Bogendecke mit Stuckfragmenten beeindruckt das Gebäude von innen noch mehr wie von außen. Hier ist die Dauerausstellung untergebracht, die die Verbindung des Nobelpreisträgers Albert Einsteins mit seiner Geburtsstadt beleuchtet. Der „Sohn von Ulm“, der am 14. März 1879 in Ulm geboren wurde, lebte nur 15 Monate hier, seine große Familie jedoch blieb in der Stadt ansässig. Das Geburtshaus in der Bahnhofstr. 21, existiert nicht mehr, da es im 2. Weltkrieg zerstört wurde. An der Stelle wurde jedoch ein Messingband eingelassen. Für die Ausstellung wurde das Haus mit 15.000 Legosteinen nachgebaut. 2005 fand der erste Einstein-Marathon statt. Eine Einstein-Figur aus Plastik erinnert an die Aktion „Mensch Albert“. Der Künstler Ottmar Hörl platzierte 500 der Figuren in verschiedenen Farben auf dem Münsterplatz. Sie konnten beliebig versetzt oder in anderen Stadtteilen aufgestellt werden. Der Schriftzug „Die Einsteins“ ist der Schrift vom Nobelpreisträger nachempfunden und als Marke streng geschützt. Er kann jedoch käuflich erworben werden.

Traurige Schicksale von einzelnen Familienmitgliedern werden in der Ausstellung geschildert. 1873 wurde die erste Synagoge eingeweiht. In der Reichskristallnacht am 9. November 1938 wurde sie wieder zerstört und dann abgerissen. Die Jüdische Gemeinde hatte ca. 500 Mitglieder in Ulm. Der Begriff „Shoah“ bedeutet, dass die jüdische Gemeinde eliminiert wurde. 18 Verwandte von Albert Einstein wurden in dieser Zeit ermordet. Andere konnten noch rechtzeitig auswandern oder schickten ihre Kinder allein in die Fremde.

Albert Einstein selbst lebte nach seiner Geburt mit seinen Eltern in der Schweiz und zog 1914 als Professor nach Berlin. Am 30. Januar 1933 kehrte er jedoch von einer Studienreise nicht mehr zurück, gab seinen Pass in Belgien ab, und wanderte in die USA aus. Im Jahr 2012 wurde eine neue Synagoge errichtet.

Die Zeit war viel zu kurz, so dass die Geschichten im Kellergeschoss und die visuellen Zeitzeugen nicht mehr gehört werden konnten. Der beeindruckende Nachmittag fand seinen Ausklang im Café. Vielen Dank liebe Ute für die sehr gute Idee und die Organisation!

SK

Winterwanderung um Ehingen-Berg

20 muntere Wanderer und Wanderinnen fanden sich am Sonntag zusammen, um rund um Ehingen-Berg zu wandern. Zwar ließ der Schnee noch auf sich warten, aber beim Anstieg auf das Wetterkreuz hatten wir schöne Ausblicke auf das winterliche Donautal und die eiszeitliche Hügellandschaft südlich von Ehingen. Unterwegs begegneten wir einer stattlichen Gruppe von Rehen und auf den teilweise matschigen Pfaden zur Donau sahen wir gepflügte Felder, Wegkreuze und farbenprächtig bemalte Wegsteine. Unterwegs erhielten wir Informationen über die Ortschaft Berg, die bereits 1110/20 durch die Grafen von Berg nachgewiesen wurde und die dann im Jahr 1343 an Österreich kam. Dass die Brauerei Berg bereits in 9. Generation von einer Brauerfamilie geführt wird, erstaunte die Teilnehmenden. Die Wanderung endete in den Vereinsräumen im Babette-Gundlach-Haus in Blaubeuren bei Kranzbrot und Wienerle.

WS

Fastnachts-Singstunde

Ausgelassene Stimmung herrschte bei der Fastnachts-Singstunde des Albvereins im Gundlach-Haus. Teils bunt kostümierte Sängerinnen und Sänger durchpflügten wie gewohnt die Liedersammlung kreuz und quer, schmissig begleitet von Ingrid Vollmer auf dem Akkordeon. In der Pause sorgten unterhaltsame Einlagen von Lore Huber, Hans Ritter und Günter Schreiber (Gesang) für viel Gelächter und erhielten verdienten Beifall. Ein dreifach Hoch unseren kreativen Achtzigern! Helau!

HB

Auf ins neue Wanderjahr

Mit 17 Frauen und bei lang ersehntem Sonnenschein trotz frostiger Temperaturen startete die Frauengruppe wieder als erste ins neue Wanderjahr. Gerburg Buck führte die eifrigen Wanderinnen zunächst die alte Sonderbucher Steige hinauf bis zum  schmalen „Verlobungswegle“, dann zwischen schroffen Felsen weiter. Gerade noch rechtzeitig war der schmale Pfad schnee- und eisfrei geworden. Unterhalb des Rußenschlosses wurde auf den Tugendpfad und zur Blau abgestiegen. Hier ging es über den „Albvereinssteg“, der schon 1904 vom Schwäbischen Albverein erbaut wurde, um den damaligen „Touristen“ einen direkten Weg von der Bahnstation Blaubeuren über die Blau hinüber zum Aussichtspunkt Rusenschloß zu ermöglichen. Zurück im Städtle, wurde im Hallenbad-Café eingekehrt. Ein erfrischender Nachmittag mit neuen Eindrücken!

GB

Zertifizierte Radwanderführerin

Mit Christa Loser haben wir eine zertifizierte Radwanderführerin unter uns. Sie hat für den Schwäbischen Albverein den „Grundlehrgang Radwandern“ bei der Heimat- und Wanderakademie Baden-Württemberg in Weil der Stadt erfolgreich abgeschlossen. Der Lehrgang fand vom 17. bis 19. Oktober 2025 statt. Vielen herzlichen Dank für das Engagement, die eingebrachte Zeit und die Bereicherung für unsere Ortsgruppe!

Die erste Radtour wird Frau Loser mit der Frauengruppe am 18. Juni 2026 unternehmen: „Radwandern-Radl-Spaß aufs Hochsträß“. Wir wünschen allen Teilnehmerinnen viel Spaß am Mitradeln und natürlich unserer neuen Radwanderführerin viel Freude am Anwenden des Gelernten!