Wanderung im Lonetal

Die Frauengruppe wird immer noch größer! Es waren 23 Frauen, die sich bei herrlichstem Wetter mit Fahrgemeinschaften nach Lindenau aufmachten, um im Lonetal zu wandern.

Zunächst ging‘s mit dem PKW zum „Schlössle Lindenau“. Die historische Ausflugsgaststätte blickt auf eine lange Geschichte als ehemaliger Klosterhof zurück. Erstmals erwähnt wurde Lindenau 1274 als Pfarrdorf. 1299 soll der Ort verwüstet und verlassen gewesen sein. Erst 1460 ließ das Kloster Kaisheim wieder einen Mönchshof errichten, die Felder bebauen und die Kirche reparieren. In der Folgezeit wurde alles mehrfach geplündert. Anfang des 18. Jhts. Wurde Lindenau wieder neu besiedelt. Aber bereits 5 Jahre später war es aus mit der Klosterherrlichkeit. 1833 wurde der Besitz an einen Bauer verkauft. Heute gilt Lindenau mit den schönen Barockgiebeln zu den ältesten Gasthöfen.

Von dort aus ging es ins Lonetal hinab zum Hohlenstein, einer Felsengruppe, in der sich 3 Höhlen befinden. Im „Hohlenstein-Stadel“ wurde die berühmte, rund 40.000 Jahre alte Figur „Der Löwenmensch“ gefunden, die heute im Ulmer Museum zu besichtigen ist. In der Bärenhöhle rechts daneben hat man etwa 100 Bärenschädel und zahlreiche Bärenknochen gefunden.

Weiter an der Lone entlang wanderten die Frauen bis zum Mammut-Klettergerüst. Begeisterungsstürme lösten immer wieder die zahlreichen Leberblümchen, Märzenbecher, Lärchensporn und Gelbsterne bei den Frauen aus.

Auf der anderen Seite der ausgetrockneten Lone ging‘s retour Richtung Bocksteinhöhle. Hier musste erst einmal ein steiler Anstieg bewältigt werden, der aber gut mit Treppen ausgebaut war. Bei mehreren Grabungen in der Bocksteinhöhle wurden zwischen 1873 und 1956 Werkzeuge aus der Steinzeit gefunden. Die Skelette einer Frau und eines Säuglings, die man dort gefunden hat, werden auf etwa 6200 vor Chr. datiert. Andere Funde gehen auf 50.000 – 70.000 v. Chr. zurück. Damit gilt die Bocksteinhöhle als eines der ältesten Besiedlungen in Süddeutschland. Seit 2017 gehören die Höhlen zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Den Abschluss fand die wunderbare Wanderung natürlich im „Schlössle Lindenau“. Für manche gab es noch Kaffee und Kuchen und für die meisten etwas Deftiges, da es bereits recht spät war. Ein wunderschöner Nachmittag – Danke den Wanderführerinnen!

SK

Frühlingswald und Jungviehweide – vom Riedental nach Sotzenhausen

Bei wolkenlosem Himmel begaben sich 27 ! Wanderer, darunter 13 Gäste auf die Suche nach den ersten Märzenbechern. Start war am Parkplatz des Schäferhundevereins im Riedental. Am Nägelesfelsen grüßten schon die ersten grün-weißen Teppiche am Waldboden. Auf dem Weiterweg nach Sotzenhausen waren die Hänge dicht bestückt mit den Frühlingsboten und  schöne Kelchbecherlinge leuchteten rot am Boden.

Beim Quellbiotop vor Sotzenhausen wurde der Brunnentrog der ehemaligen Jungviehweide des Blaubeurer Fleckviehzuchtverbandes besichtigt. Die Weidefläche selbst ist inzwischen dem Gesteinsabbau des Steinbruches Vohenbronnen zum Opfer gefallen. Wanderführerin Gerburg Buck gab einen kleinen Abriss der 40jährigen Geschichte dieser Gemeinschaftsweide für Jungrinder und Fohlen.

Die Wohnsiedlung Sotzenhausen ist über 1250 Jahre alt und damit eine der ältesten Siedlungen, und auch die kleinste im Alb-Donau-Kreis.

Danach konnten die Wanderer über den Steinbruch hinweg nach Süden in die Ferne schauen bis zum Liebherr Kranenwerk. Der Bussen blieb leider im Dunst verborgen. Auf angenehmem Waldweg ging es über den Hilzberg zurück zum Parkplatz. Danach kehrte die fröhliche Wandergesellschaft in Pappelau in der Sonne zu Kaffee, Kuchen und Vesper ein.

GB